Als die Amerikaner nach Nieder-Ramstadt kamen

Ein Film von Bernhard Hein am 10./11. September beschäftigt sich mit dem 24. März 1945 und der Zeit danach.

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MÜHLTAL. Der Arbeitskreis Heimatgeschichte Mühltal zeigt am 10. und 11. September den Film „Einmarsch der Amerikaner am 24. März 1945“ von Bernhard Hein.

Am 24. März 1945 marschierten amerikanische Truppen in Nieder-Ramstadt ein, damit waren für die Mühltaler Ortsteile der Zweite Weltkrieg und das Terror-Regime der Nazis zu Ende. Der Arbeitskreis Heimatgeschichte Mühltal hat im Jahr 2019 noch lebende Zeitzeugen aus Mühltaler Ortsteilen interviewt und dabei gefilmt. 21 damals jugendliche Personen berichten von den letzten Kriegsmonaten, dem Einmarsch der Amerikaner und der Zeit danach. Die Bombardierung Darmstadts erlebten sie teilweise hautnah mit. Alleine in Nieder-Ramstadt wurden etwa 3000 ausgebombte Menschen untergebracht, alle mussten zusammenrücken. Es gab über 650 Bombenalarme, die vielen Tieffliegerangriffe waren lebensbedrohlich. Viele wurden beschossen und kamen nur durch Glück nicht zu Schaden. Jungs, die noch keine 14 Jahre alt waren, wurden an Panzerfäusten ausgebildet. Bei einer Übung im Steinbruch bekamen sie den Bombenangriff auf den Bahnhof direkt mit.

Der Einmarsch in Nieder-Ramstadt am 24. März gegen Abend war friedlich, da keine deutschen Soldaten mehr im Ort waren. Die Jungs fanden auch schnell Kontakt zu den Soldaten. Beliebt waren „Chewinggum“ und „Chocolate“. Die Amerikaner feierten nach dem offiziellen Kriegsende mehrere Tage lang im Schwimmbad von Traisa ihren Sieg.

Die Vorführungen im großen Saal des Bürgerzentrums Nieder-Ramstadt in der Ober-Ramstädter Straße 2 - 4 sind am Samstag, 10. September, um 19 Uhr und am Sonntag, 11. September, um 16 Uhr. Der Eintritt ist frei.