Kinderschuhe für Performance in Groß-Umstadt gesucht

Ein Runder Tisch plant im Herbst die Jubiläumsfeier „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. Die Schuhe sind für ein Kunstprojekt von Bianca Höppner.

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GROß-UMSTADT. (sgu). Die Performancekünstlerin Bianca Höppner aus Hannover war schon im November 2020 nach Groß-Umstadt eingeladen, um im Programm der Gedenkstunde zum 9. November dabei zu sein. Sie bietet ein Kunstprojekt an, bei dem es um Kinderschuhe geht – Symbole für die Transporte in die Vernichtungslager. Corona-bedingt musste die gesamte Veranstaltung zurückgenommen werden.

Nun soll im Herbst 2021 anlässlich des Jubiläums „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ ein umso umfangreicheres Gedenken und Feiern stattfinden, initiiert und vorbereitet vom Runden Tisch „Jüdisches Leben in Groß-Umstadt“. Für die 15-minütige Darstellung benötigt Höppner 1500 Paar Kinderschuhe – noch fehlen rund 600 Paar. Wer Spenden möchte, kann sich ab sofort wenden an Fritz Wolf, Im Steingerück 4, Telefon 06078-78 23 583, E-Mail buscha64@web.de.

Der Runde Tisch wurde 2009 gegründet, um Magistrat und Politik der Stadt Groß-Umstadt, die katholische Pfarrgemeinde, die evangelische Kirchengemeinde, das evangelische Dekanat Vorderer Odenwald, den Bund Deutscher Pfadfinder, das Max-Planck-Gymnasium, die Bürgerstiftung und engagierte Bürgerinnen und Bürger zusammenzubringen mit dem Ziel, die Geschichte und das Gedenken an das jüdische Leben in Groß-Umstadt gemeinsam aufrecht zu erhalten.