Griesheim will Schulwege sicherer machen

Ein im Boden eingelassener Spielkegel soll anzeigen, wo Straßen für Kinder sicher zu queren sind. Symbolfoto: Guido Schiek

Die Stadt plant, die täglichen Wege der Kinder nachzuverfolgen. Die Querungshilfe „Kleiner Griesheimer“ hilft beim Wechsel der Straßenseite.

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GRIESHEIM. Im neuen Wohngebiet Südwest hat die Stadt Griesheim Anfang Mai eine Kreideaktion für Kinder gestartet. Die Kinder malten auf ihrem Weg in die Schillerschule mit bunter Kreide große Pfeile in überschaubaren Abständen auf den Bürgersteig.

Die Stellen, an denen die Kinder den Bürgersteig verlassen, um die Straße zu überqueren, wurden mit einem Kreuz markiert. Die städtischen Beauftragten Karin Hofmann und Professor Bernhard Meyer griffen so das Projekt „Schulwege-Erfahrungen: Kartierung der Schulwege“ wieder auf.

Die Ergebnisse der Kreideaktion werden erfasst und in einen Stadtplan übertragen, um es den städtischen Verantwortlichen zu ermöglichen, die Schulwege der Kinder sicherer und auch ansprechender zu gestalten. „Gerade mit dem neuen Wohngebiet Südwest hat sich das Straßennetz deutlich erweitert und muss für die Kinder nun neu betrachtet werden. Dabei gilt es zu überlegen, wie ‚Die bespielbare Stadt‘ möglicherweise umgesetzt und wo zusätzliche Querungshilfen mit dem ‚Kleinen Griesheimer‘ eingebaut werden können“, sagt Meyer. In den nächsten Wochen ist auch ein Team der Stadt Griesheim unterwegs, um die Anwohner zu befragen, welche Erfahrungen sie auf ihren Wegen zu Fuß oder mit dem Fahrrad im Wohngebiet Südwest gemacht haben.

Hintergrund ist, dass seit 25 Jahren in Griesheim zusammen mit der Evangelischen Hochschule Darmstadt, Stadterkundungsprojekte mit Kindern durchgeführt werden. Bernhard Meyer begleitet das Projekt wissenschaftlich. Gestartet wurden Projekte wie „Spielraum für Spielräume“, „Die bespielbare Stadt“, „Spielstraße auf Zeit“, die Einrichtung von „Elternhaltestellen“, die Kartierung der Schulwege mit der Entwicklung der Querungshilfe „Der kleine Griesheimer“.