Kita in Münster ist bald fertig

Nach fast zweijährigen Arbeiten kann die Münsterer Kindertagesstätte „Im Rüssel“ voraussichtlich im Mai wieder bezogen werden. Die Sanierung war wegen Schimmelbelastung notwendig worden und kostete 1,5 Millionen Euro. Foto: Michael Prasch  Foto: Michael Prasch

Voraussichtlich im Mai können in Münster an die 80 Jungen und Mädchen wieder in die Kindertagesstätte „Im Rüssel“ einziehen, die nun fast zwei Jahre lang ein...

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MÜNSTER. Voraussichtlich im Mai können in Münster an die 80 Jungen und Mädchen wieder in die Kindertagesstätte „Im Rüssel“ einziehen, die nun fast zwei Jahre lang ein Sanierungsfall war. „Wir haben hier gründlich sanieren lassen. Es wird jetzt fast ein Neubau“, sagt Bürgermeister Gerald Frank, der die Sanierung zur Chefsache gemacht hat.

Das Gebäude ist 40 Jahre alt

Jetzt lässt sich ein Ende der Arbeiten absehen, nachdem die Kita im Sommer 2015 nach Entdeckung von Schimmel geschlossen werden musste.

Die Gemeinde ließ Gutachten über den Zustand der vor 40 Jahren errichteten Betreuungseinrichtung erstellen, darunter allein zwei, welche die toxikologische Belastung analysierten. Es stellte sich unter anderem heraus, dass der Schimmel sogar im Estrich steckte. Und es wurden Erinnerungen an das „Haus der Kinder“ beim Hallenbad wach, das vor einigen Jahren ebenfalls wegen gravierender Mängel aufwendig saniert werden musste.

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Nachdem sich die Kommunalpolitiker für eine Sanierung der Kita „Im Rüssel“ entschieden hatten, weil sich herausstellte, dass die Bausubstanz des Gemäuers noch ordentlich war und weil das nach den Worten von Bürgermeister Gerald Frank ökologisch und finanziell sinnvoller als ein Neubau war, der rund eine Million mehr gekostet hätte – also um die 2,5 Millionen Euro – ging man an die Arbeit.

Die Kindertagesstätte wurde total entkernt. Auch im Dachgebälk waren Mängel entdeckt worden, vor allem in der Statik. Gleichzeitig ließ die Gemeinde die Kindertagesstätte energetisch nachrüsten. In den vergangenen Wintermonaten wurde an der Fassade eine Wärmedämmung angebracht, eine Fußbodenheizung eingebaut. Eine Firma aus Groß-Zimmern legt den neuen Estrich. Gleichzeitig verputzen Bauarbeiter die Fassade.

Der Innenausbau wird sich zügig anschließen. Die Ausstattung und Möblierung der Betreuungseinrichtung wird weitgehend neu sein, deutet der Bürgermeister an, der somit mit Recht von einem eigentlich neuen Kindergarten sprechen kann, wenn in etwa zwei Monaten die Kindertagesstätte wieder in Betrieb geht. Im Sommer soll dann ein großes Fest gefeiert werden, so der Verwaltungschef, verbunden mit dem 40-jährigen Bestehen der Einrichtung. Ein besonderes Lob zollte Gerald Frank dem Kita-Team, das in den mehr als eineinhalb Jahren den Kindertagesstätten-Betrieb in den Räumen des Jugendzentrums aufrecht erhielt. Die Kinder nahmen den Umzug in Ausweichräume als Abenteuer hin, die Eltern stellten sich zumindest darauf ein.

Wie der Bürgermeister noch erwähnte, sprach die Belegschaft der Kindertagesstätte nun auch bei der Farbgestaltung der Fassade mit. Es sollen freundliche warme Farbtöne sein. „Wir haben hier kein Provisorium geschaffen, sondern nun wieder eine solide Einrichtung für unsere Kinder für etwa 20, 30 Jahre“, so der Bürgermeister.

Nachgeholt werden muss dann nach dem Einzug im Mai nur noch die endgültige Gestaltung der Außenanlagen. Sonst müsste die Wiederöffnung weiter aufgeschoben werden. Und das will man nicht.