Erweiterung der Kita Altheim Thema

Pläne zur Erweiterung des evangelischen Kindergartens im Münsterer Ortsteil Altheim stehen gleich zweimal auf der Tagesordnung der Gemeindevertretersitzung am heutigen...

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MÜNSTER. Pläne zur Erweiterung des evangelischen Kindergartens im Münsterer Ortsteil Altheim stehen gleich zweimal auf der Tagesordnung der Gemeindevertretersitzung am heutigen Montagabend. Zum einen soll der Kindergarten um einen Gruppenraum für die U-3-Betreuung sowie um Speise- und Sanitärräume erweitert werden. Die Räume sollen auf der Nordseite an das bestehende Gebäude anschließen.

Um den Kindergarten erweitern zu können, ist die Aufstellung eines Bebauungsplans notwendig. Den entsprechenden Beschluss sollen die Gemeindevertreter nun fassen. In diesem Zusammenhang stehen Entscheidungen über den Spielplatz an der Kärcherstraße an. Ein Teil des Spielplatzgeländes soll für die geplante Erweiterung der Betreuungseinrichtung genutzt werden. Die restliche Fläche könnte entweder als Außengelände des Kindergartens umgenutzt werden oder als öffentlicher Spielplatz erhalten bleiben.

In jedem Fall muss das Parlament auch über den Rodelhügel entscheiden. Eine Variante sieht vor, den Hügel zu belassen und neu zu modellieren, eine zweite Möglichkeit wäre, den Hügel abzutragen.

Die Aufstellung eines Bebauungsplans wird auch für den historischen Ortskern notwendig. Denn dieser soll aufgewertet, die Wohnqualität verbessert und die Attraktivität des öffentlichen Raums gestärkt werden. Zudem sollen die historischen städtebaulichen Strukturen erhalten bleiben und der Gebietscharakter wiederbelebt werden.

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Der Geltungsbereich umfasst vor allem die Hintergasse und einen Großteil der Bahnhofstraße. Einige Gebäude stammen aus dem Jahr 1850 und sind laut Denkmalschutzgesetz Kulturdenkmäler. Die teils stark sanierungsbedürftige Bausubstanz lässt erwarten, dass Gebäude abgerissen und an deren Stelle Neubauten errichtet werden. Der ortsbildprägende Charakter könnte verloren gehen.

Ein beschlossener Bebauungsplan für das Gebiet würde den Erlass einer Veränderungssperre ermöglichen. Diese könnte bauliche Veränderungen ausschließen, die dem künftigen Bebauungsplan widersprechen. Über beides sollen die Gemeindevertreter heute entscheiden.