E-Tankstelle in Eppertshausen freigeschaltet

Für Bürgermeister Carsten Helfmann (CDU) ist es quasi die Frage nach der Henne und dem Ei. Wie viele E-Autos gibt es in Eppertshausen? „Ich kenne zwei von Privatleuten“,...

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EPPERTSHAUSEN. Für Bürgermeister Carsten Helfmann (CDU) ist es quasi die Frage nach der Henne und dem Ei. Wie viele E-Autos gibt es in Eppertshausen? „Ich kenne zwei von Privatleuten“, sagt er und ergänzt, dass die Gemeinde noch in diesem Jahr ein drittes für den Bauhof anschaffen wird.

Bald sind es also drei Autos in Eppertshausen, die eine Stromtankstelle brauchen. Trotz dieser geringen Anzahl hat die Gemeinde seit dieser Woche eine eigene Ladesäule an der Bürgerhalle. „Es geht darum, zu zeigen, dass wir diese Technik unterstützen und Teil eines Netzes sein wollen. Wenn das nicht steht, wird es keine weiteren E-Autos geben“, begründet Helfmann bei der Freischaltung der neuen E-Tankstelle.

Eppertshausen nimmt – wie schon Groß-Umstadt und Münster, weitere Kommunen im Landkreis folgen – an einem Projekt teil, das die Elektromobilität in Südhessen verbessern soll. Das hessische Wirtschaftsministerium hat 500 000 Euro bereitgestellt, um gemeinsam mit dem Energieversorger En-tega 100 Ladesäulen in Südhessen zu installieren. Von den 11 000 Euro, die die Ladesäule in Eppertshausen kostet, zahlt die Gemeinde 500 Euro. Der Kreistag hatte nämlich kürzlich beschlossen, für jede teilnehmende Kommune 2500 Euro zuzuschießen. Damit werden die Kosten für Eppertshausen, die zunächst mit 3000 Euro angesetzt waren, deutlich verringert.

Teil eines Netzes von 100 Stationen

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Andreas Niedermaier, Entega-Vorstand, zeigte sich bei der Freischaltung in Eppertshausen überzeugt davon, dass das Ziel von 100 Ladesäulen in Südhessen tatsächlich erfüllt werden kann. Aktuell beteiligen sich nach Angaben von Entega 36 der 65 Kommunen im Projekt-Gebiet mit insgesamt 48 Ladesäulen – 16 sind davon schon in Betrieb.

In Eppertshausen vor der Bürgerhalle können E-Fahrzeuge nun auf einem reservierten Stellplatz an zwei 22 Kilowatt-Steckdosen tanken. Für fünf Jahre hat Entega deren Betrieb zugesagt. Rathauschef Helfmann denkt derweil schon über eine zweite Ladesäule in seiner Kommune nach. Der Standort aber sei noch ein Problem – denkbar sei der Bahnhof.