Einer, der etwas bewegen will

Entspannung im Garten findet der SPD-Bürgermeisterkandidat Markus Hennemann auch während der anstrengenden Wahlkampfzeit.Foto: Karl-Heinz Bärtl   Foto: Karl-Heinz Bärtl

Die Kandidatur für das Amt des Bürgermeisters seiner Heimatgemeinde Bickenbach hat derzeit für Markus Hennemann Priorität. Der Geschäftsführer der AWO Family gGmbH im...

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BICKENBACH. Die Kandidatur für das Amt des Bürgermeisters seiner Heimatgemeinde Bickenbach hat derzeit für Markus Hennemann Priorität. Der Geschäftsführer der AWO Family gGmbH im Landkreis mit rund 350 Mitarbeitern will bei der Wahl am 24. September die Nachfolge von Günter Martini (CDU) antreten, der nicht mehr kandidiert.

Diesmal hat keiner der Kandidaten einen Amtsbonus

Hennemann war schon einmal bei der Wahl vor zwölf Jahren ins Rennen gegangen und damals Martini mit 35 Prozent der Stimmen unterlegen. „Dieses Mal sind die Karten neu gemischt, da es für keinen der Kandidaten einen Amtsbonus gibt“, sagt Hennemann, der sich als politischen Menschen beschreibt. Sein Engagement begann schon während der Schulzeit als Schul- und Kreisschulsprecher und setzte sich fort, als er mit 23 Jahren in die Bickenbacher Kommunalpolitik einzog, in der er eine feste Größe ist als Chef des Parlaments, als Vorsitzender des SPD-Ortsvereins seit 2000 sowie Kraft seines politischen Amtes auch als stellvertretender Vorsitzender der ABV, der Arbeitsgemeinschaft Bickenbacher Vereine. „Ich wollte schon von Jugend an etwas bewegen“, sagt der 47-Jährige.

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Mit seinem politischen Hintergrund ist er mit den Themen in Bickenbach bestens vertraut, weiß um die Probleme zum Beispiel im Ortsbild, beim Verkehr, im Vereinsleben und auch was die Lage von Familien anlangt. Dabei sei es seiner Partei zuletzt gelungen, mit wechselnden Mehrheiten deutlich zu gestalten. „Wir haben die LED-Umrüstung, die Bürgerhaussanierung, die Novellierung der Straßenbeitragssatzung mit den wiederkehrenden Beiträgen sowie die neue Abwassersatzung auf den Weg bekommen, und die Beleuchtung des Radwegs zum Schuldorf ist beschlossene Sache“, sagt er.

Hennemann weiß, dass der Bürgermeister keinesfalls der Fürst, sondern der Primus inter pares im Gemeindevorstand ist und als Chef der Verwaltung die Beschlüsse des Parlaments ausführen muss. „Ich kann aber als Bürgermeister neue Impulse geben, dafür Mehrheiten sichern, das Expertenwissen meiner Mitbürger nutzen und als Moderator wirken“, sagt er.

Daneben gibt es auch den Privatmann Markus Hennemann, dem seine Familie mit Ehefrau Daniela, der zwölfjährigen Emily, dem achtjährigen Lenny und den Haustieren ein Herzensanliegen ist. „Papa, spielen wir nachher miteinander Fußball?“, fragt Lenny beim Abschluss dieses Gesprächs und Papa nickt zustimmend. „Ich habe derzeit ein volles Programm aus Familie, Beruf und Politik, daher haben Hobbys das Nachsehen“, sagt Hennemann mit Blick auf den Terminkalender. So fehle ihm die Zeit, um als Angler am Erlensee die Rute auszuwerfen, aber er habe sich beim Sommerfest des Angelsportvereins, dessen Mitglied er ist, Zeit genommen für den Dienst im Getränkewagen.

Genau so hat er sich trotz Wahlkampf auch in diesem Jahr als engagierter Gruppenleiter für das Jugendrotkreuz wieder beim zweiwöchigen Sommerzeltlager an vorderster Front beteiligt. „Das ist für mich eine reizvolle Aufgabe, mit 100 Jugendlichen dieses Lager zu erleben“, sagt er. Mit dabei waren wie üblich auch Emily, Lenny und Ehefrau Daniela.