Seebeben: Zwei Bühnen am Wasser

Das Zelt für die Zirkus-Bühne ist aufgebaut. Bei schlechtem Wetter werden dort die Bands des „Seebebens“ auftreten. Links im Bild Organisator Andreas Bludau.Foto: Ulrike Bernauer  Foto: Ulrike Bernauer

Partygänger, aber auch Familien, freuen sich auf die Tage von Donnerstag, 3. August, bis Samstag, 5. August. Dann wird der Sickenhöfer See zum neunten Mal zur Kulisse für...

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SICKENHOFEN. Partygänger, aber auch Familien, freuen sich auf die Tage von Donnerstag, 3. August, bis Samstag, 5. August. Dann wird der Sickenhöfer See zum neunten Mal zur Kulisse für das „Seebeben“. Andreas Bludau und die Handballer von Babenhausen zeichnen dafür verantwortlich. Sie organisieren die Veranstaltung, die sich nicht nur an junge Musik-Begeisterte wendet.

Event auch für Familien

In den Anfängen war zunächst an ein Konzert mit Newcomerbands gedacht. Allerdings entschied man sich dann gegen ein reines Festival mit solchen Gruppen. Die Idylle am See, die sich außerhalb des Festivals in der relativ unberührten Natur zeigt, sollte von möglichst vielen Besuchern genutzt werden. Und so ist aus dem Festival ein Event für ganz unterschiedliche Menschen geworden. Neben Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die ganz einfach Party feiern wollen, sind besonders am Samstag auch Familien angesprochen.

Bereits am Donnerstagabend geht es mit einer Afterwork-Party los. Um 17 Uhr wird in den Feierabend gestartet mit den „Backroots“ und der „Lieblingsband“. Den Freitag zeichnet ein Mix aus elektronischen Musikrichtungen aus. Vier DJs werden House, Electro gemischt mit Hip-Hop, R’n’B und Black sowie dem einen oder anderen Party-Klassiker aus den achtziger und neunziger Jahren auflegen. Die Besucher können sich auf DJ Rino, DJ VIM, DJ Ray-D und den Top Act Bodybangers featuring Victoria Kern freuen.

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Der Samstag beginnt um 11 Uhr. Der Strand ist an diesem Tag freigegeben, bis um 18 Uhr kann gebadet werden. Während beim Beachvolleyballturnier noch die Bälle über das Netz geschmettert werden, stimmt sich die Coverband „Pfund“ bereits auf den Abend ein.

Bereits vor vielen Jahren wurde der Kiesabbau in dem Bereich des Sees, wo das Festival stattfindet, eingestellt. Ein ganzes Stück weiter hingegen verrichten die Bagger noch ihre Arbeit und vergrößern den See an der B 26, indem sie weiteren Kies und Sand fördern. Idyllisch hingegen mutet der Bereich an, wo der See „beben“ wird. „Ich habe als junger Mann an der Rekultivierung teilgenommen“, erinnert sich Andreas Bludau und zeigt auf die mittlerweile stattlichen Trauerweiden, die er mit angepflanzt hat.

Nicht nur die Besucher schätzen die unmittelbare Lage der beiden Bühnen am See, sondern auch die Musiker. Vom Backstage-Bereich schaut man direkt aufs Wasser hinaus – ein Erlebnis, das die Musiker sicher selten haben. „Mancher will gar nicht mehr weg“, so Andreas Bludau. Da die Veranstalter zwar an ihrem bewährten Konzept festhalten, aber auch immer wieder Verbesserungen in Angriff nehmen, gibt es in diesem Jahr ein Novum. Lehrmeister war das schlechte Wetter 2016. Damals ließen die Wolken bei der Afterwork-Party ihre Regenfracht über dem See ab – mit der Konsequenz, dass weniger Gäste kamen. Der Regenschirm war sozusagen Pflicht. Kurzerhand zogen Musiker und Instrumente in das Zelt und nutzten die Circus-Stage. Die zweite Bühne wird auch in diesem Jahr Garant sein, dass auch bei schlechtem Wetter Musik gemacht werden kann.

An den Plänen, den Sickenhöfer See künftig häufiger dem Publikum zu öffnen, hält Andreas Bludau fest. Eine Lifestyle-orientierte Anlage, an der gebadet, aber auch andere Wassersport-Aktivitäten ausgeführt werden können, hat der Babenhäuser als Ziel vor Augen. „Mir schwebt eine regionale Freizeit- und Wassersportanlage vor“, sagt Andreas Bludau abschließend.