Festival "Stadt Land Bass" am Sickenhöfer See

Das Stadt Land Bass-Festival am Sickenhöfer See begeistert viele Raver. Die Besucher genießen die Musik auf gleich drei Dance-Floor-Arealen. Fotos: Guido Schiek

Beim Techno-Festival genießen die Besucher Musik, Gelände und Gesellschaft. Die von lokalen DJs organisierte Veranstaltung lockte erneut zahlreiche Feierlustige an.

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SICKENHOFEN. Nicht zum ersten Mal meldete das Freiluft-Techno-Festival "Stadt Land Bass" schon Tage vor dem Termin "Ausverkauft!". Die von lokalen Diskjockeys wie dem Seligenstädter Benjamin Gerhardt alias DJ Ben Brown organisierte Veranstaltung lockte erneut zahlreiche Anhänger der minimalistischen elektronischen Musik an den Sickenhöfer See.

"StadtLandBass"-Festival am Sickenhöfer See bei Babenhausen.
"StadtLandBass"-Festival am Sickenhöfer See bei Babenhausen.
"StadtLandBass"-Festival am Sickenhöfer See bei Babenhausen.
"StadtLandBass"-Festival am Sickenhöfer See bei Babenhausen.
"StadtLandBass"-Festival am Sickenhöfer See bei Babenhausen.
"StadtLandBass"-Festival am Sickenhöfer See bei Babenhausen.
"StadtLandBass"-Festival am Sickenhöfer See bei Babenhausen.
"StadtLandBass"-Festival am Sickenhöfer See bei Babenhausen.
"StadtLandBass"-Festival am Sickenhöfer See bei Babenhausen.
"StadtLandBass"-Festival am Sickenhöfer See bei Babenhausen.
"StadtLandBass"-Festival am Sickenhöfer See bei Babenhausen.
"StadtLandBass"-Festival am Sickenhöfer See bei Babenhausen.
"StadtLandBass"-Festival am Sickenhöfer See bei Babenhausen.
"StadtLandBass"-Festival am Sickenhöfer See bei Babenhausen.
"StadtLandBass"-Festival am Sickenhöfer See bei Babenhausen.
"StadtLandBass"-Festival am Sickenhöfer See bei Babenhausen.
"StadtLandBass"-Festival am Sickenhöfer See bei Babenhausen.
"StadtLandBass"-Festival am Sickenhöfer See bei Babenhausen.
"StadtLandBass"-Festival am Sickenhöfer See bei Babenhausen.
"StadtLandBass"-Festival am Sickenhöfer See bei Babenhausen.
"StadtLandBass"-Festival am Sickenhöfer See bei Babenhausen.
"StadtLandBass"-Festival am Sickenhöfer See bei Babenhausen.
"StadtLandBass"-Festival am Sickenhöfer See bei Babenhausen.
"StadtLandBass"-Festival am Sickenhöfer See bei Babenhausen.
"StadtLandBass"-Festival am Sickenhöfer See bei Babenhausen.
"StadtLandBass"-Festival am Sickenhöfer See bei Babenhausen.
"StadtLandBass"-Festival am Sickenhöfer See bei Babenhausen.
"StadtLandBass"-Festival am Sickenhöfer See bei Babenhausen.
"StadtLandBass"-Festival am Sickenhöfer See bei Babenhausen.
"StadtLandBass"-Festival am Sickenhöfer See bei Babenhausen.

Nach dem Motto "Sehen und gesehen werden" galt es, die eigenen Tattoos und mehr in knappen Outfits zu präsentieren. Von den vergleichsweise kühlen Temperaturen sowohl zu frühen als auch späten Tagesstunden ließ sich kaum jemand beirren.

Bei der neunten Auflage kam dem spielerischen Design erneut eine wichtige Rolle zu. An der großen Seebühne prangte der symbolische Festivalname in Form eines Hochhauses, einer Eichel und eines Lautsprechers. Umringt wurden sie vom vertrauten weiß-roten Leuchtturm, einem Fesselballon und zwei roten Raketen im Comicstil. Eine gigantische Biene Maja lud zum Foto-Shooting ein, wobei sie zunächst mehr als Schattenplatz diente. Auch der schnaubende Stier Gonzo neben der Saloon-Bühne auf dem Waldplatz kehrte in Babenhäuser Gefilde zurück. Vor zwei Wochen warb er noch auf dem "Love Family Park" in Rüsselsheim an einer Bretterwand für das Kollegen-Festival.

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Im Gegensatz dazu ließ man es am Vormittag, als die Gastgeber wie Ben Brown an den Regelern den Techno-Reigen eröffneten, noch ruhiger angehen. Die ersten Besucher interessierten sich weniger für die elektronischen Klänge denn für komfortable Sitzgelegenheiten und schattige Seeplätze. Dafür hatte man sich mit Decken, Isomatten und kleinen Zelten gerüstet.

Am Eingang stockte derweil der Verkehr. Manchen Besuchern war es entgangen, dass der gewohnte Parkplatz am Festivalgelände nur von Mitarbeitern benutzt werden durfte. Dass man für die reguläre Parkmöglichkeit erstmals bezahlen musste, sorgte zudem für Kritik. Zahlreiche Besucher wie etwa zwei Mädchen aus Mannheim nutzten dagegen das Angebot eines Shuttlebusses aus Darmstadt.

Während Sascha Lebemann auf der Seebühne zur Mittagszeit mit House-Rhythmen unter Einbeziehung von Gesangssamples stärker an der Soul-Tradition anknüpfte, setzte sein Kollege Chris Hartwig im Zirkuszelt auf pulsierende, sich stetig steigernde Beats und übersteigender Stimmen. Die weißen Quader hinter der Bühne dienten später als Leinwand für zerfließende grüne Ziffern in "Matrix"-Manier. Ebenso kamen die Computergrafiken auf dreigeteilter Leinwand an der Seebühne mit sich auflösenden Löwen, zerfließenden Farben und bunten Explosionen bei Dunkelheit besser zur Geltung.

Im Vergleich zu den frühen Jahren verlagerte sich der Zuspruch zunehmend nach hinten. Zum nächtlichen Finale vor 22 Uhr erwiesen sich alle drei Dancefloor-Areale noch mit sich im Takt der stampfenden Akkorde bewegenden Musikfans gefüllt. Geburtstagskind Victor Ruiz reicherte auf der Seebühne seine treibenden Beats mit Zischen und Stampfen an. Den stärksten Jubel erregten Samples vertrauter Musikstücke etwa von "Prodigy". Aufgrund der sich stauenden Hitze entfernte man im Zelt später einige Planen, wo sich die Beats noch bis Mitternacht steigerten.

Vom Line-up erwiesen sich die Zuschauer jedenfalls begeistert. Die in Darmstadt arbeitende Lisa Brossy bekam die Karte zum Geburtstag geschenkt und besuchte mit ihrem amerikanischen Mann Brett, den sie vor einem Vierteljahr in Las Vegas heiratete, erstmals das Festival. Marcus aus Aschaffenburg sagte: "Das Festival ist eine absolute Bombe." Der junge Besucher zeigte sich vom "Wir-Gefühl" angetan.