Neues auf der Alsbacher Kerb

Am Alsbacher Rathaus stellt Kerwevadder Yannik Schönborn mit seinen Kerweborsch den Baum auf. Foto: Karl-Heinz Bärtl   Foto: Karl-Heinz Bärtl

Ein Traditionsfest mit einigen Neuerungen war in diesem Jahr die Alsbacher Kerb, die am Samstag mit dem Aufstellen des Kerwebaums begann und am Montag mit dem Frühschoppen...

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ALSBACH. Ein Traditionsfest mit einigen Neuerungen war in diesem Jahr die Alsbacher Kerb, die am Samstag mit dem Aufstellen des Kerwebaums begann und am Montag mit dem Frühschoppen endete.

So haben sich die Kerweborsch unter Kerwevadder Yannick Schönborn zu einer eigenen Untergruppe des Alsbacher Kerwevereins entwickelt, in der sich neben dem Vadder, Mundschenk Dennis Exner und Glöckner Nick Merschroth 15 Kerweborsch engagieren, ein Zuwachs von rund einem Drittel seit der vergangenen Kerb.

Bei exklusiven Drinks auf Loungemöbeln chillen

„Wir wollen uns als Gruppe besser bekannt machen“, sagte Schönborn als er von der neuen Kerweborscharena im Hofgut Hechler berichtet, die allerdings nur am Abend des Kerbsamstags geöffnet war. Hier waren die Gästen zum Chillen auf Loungemöbeln eingeladen und konnten dazu als Energydrink den exklusiven „Borschenschluck“ genießen. Neu war auch die Kerweborsch-Tombola, für die beim Frühschoppen mit den „Fischbachtalern“ am Sonntag die Lose verkauft wurden.

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Nach der Aufstellung des Baums am Rathaus folgte als nächster Höhepunkt das beliebte Schubkarrenrennen der sechs Vereine, die auf dem Kerweplatz ihre Stände betrieben. In diesem Jahr schickten die evangelische Kirchengemeinde, der Karnevalverein, die Fußballer des FCA und der Tennisclub sowie das Rote Kreuz und der Förderverein der Melibokusschule Zweier-Teams in den Wettbewerb. Die Veranstalter hatte sich dazu knifflige Aufgaben für sie überlegt, die allesamt nur mit Gummihandschuhen bewältigt werden konnten, die die Aufgaben erschwerten.

So galt es drei unterschiedlich lange Nägel in einen Balken zu schlagen, mit Bällen Flaschen abzuschießen und schließlich Muttern und passende Schrauben zusammenzudrehen. Am Ende hatten die Fußballer die Nase vorn vor dem Förderverein der Melibokusschule und dem Karnevalverein. Abends spielten dann die „Kinzigtaler Spitzbuben“ zum Tanz auf.

Sonntags hatten die Alsbacher die Qual der Wahl zwischen der Teilnahme am gemeindlichen Grenzgang hoch zum Alsbacher Schloss, dem Kerwegottesdienst auf dem Festplatz oder dem Bummel über den Flohmarkt an der Bickenbacher Straße. Weiterer Höhepunkt war der Kerwelauf mit seiner Siegerehrung, bevor Kerwevadder Schönborn in seiner Rede das Ortsgeschehen auf seine Weise interpretierte. Bei der Suche nach skurrilen Begebenheiten wurde er auch in den eigenen Reihen fündig.

So berichtete er über den Kerweborsch, der bei der Pflege des heimischen Gartens mehr als erforderlich aktiv war und den Baum nicht fachgerecht beschnitt, sondern gleich entstellte. Auch die Mitbürgerin fand Eingang in seine Rede, die wegen einer drohenden Blutvergiftung eigentlich das Krankenhaus aufsuchen wollte, bei der vorigen Reinigung der Wundstelle allerdings feststellen musste, dass die vermeintliche Sepsis Kirschlikör war.