In Alsbach werden zwei Kunstwerke von László Szábó übergeben

Schwellende, archaische Formen kennzeichnen die Plastiken von László Szábó, die jetzt im Alsbacher Erpelpark stehen. Bei einem Bürgerfest wurden die Kunstwerke nun ihrer Bestimmung übergeben.Foto: Karl-Heinz Bärtl  Foto: Karl-Heinz Bärtl

Der erste Schritt bei der Umgestaltung der Erpelanlage zum Erpelpark in Alsbach wurde beim Begegnungsfest und der Übergabe der beiden Kunstwerke „La Vie I und II“ des...

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ALSBACH. Der erste Schritt bei der Umgestaltung der Erpelanlage zum Erpelpark in Alsbach wurde beim Begegnungsfest und der Übergabe der beiden Kunstwerke „La Vie I und II“ des ungarisch-französischen Bildhauers László Szábó (1917 bis 1984)vollzogen. Die beiden Plastiken, die in den 60er Jahren in Paris entstanden, waren zunächst an Standorten in Würzburg und in Gütersloh zu sehen.

Wie Benno Wölfel, der Vorsitzende der Kunstfreunde Bergstraße berichtete, wurde ihr Ankauf möglich, nachdem ein englischer Adliger, der die Plastiken erworben hatte, den Transport in sein Anwesen nicht umsetzen konnte. Die große und die kleinere Plastik haben die Kunstfreunde Bergstraße für 25 000 Euro angekauft. „Szábó ist ein echter Europäer und dem europäischen Gedanken verhaftet mit der Offenheit für andere und der Freiheit von Kunst und Wissenschaft“, sagte Wölfel. In die Arbeit des Bildhauers, der mit seinen Plastiken organisch wachsende schwellende Formen schuf, führte Christoph Breitwieser, der Leiter des Bensheimer Stadtmuseums ein.

„Das hier ist die erste große Veranstaltung nach den Treffen bei den früheren autofreien Sonntagen an der Bergstraße“, sagte Bürgermeister Georg Rausch (Iuhas) vor vielen Besuchern in der Anlage. Auch Landrat Klaus Peter Schellhaas (SPD) war gekommen und freute sich über das vom örtlichen Seniorenbeirat angeregte Begegnungsfest. „So kommt wieder Leben hierher“, sagte er. Er begrüßte dabei die Initiative der Kunstfreunde, die beiden Arbeiten Szábós für eine Aufstellung anzukaufen. Der Platz müsse wieder attraktiver werden, erste Schritte habe in diese Richtung der Seniorenbeirat mit der Aufstellung von Bewegungsgeräten unternommen.

„Ein Café wäre ein gutes Angebot“, empfahl Schellhaas bei diesem Startschuss für eine attraktivere zentrale Anlage und übergab im Namen der Jubiläumsstiftung der Sparkasse Darmstadt einen Scheck über 10 000 Euro an die Kunstfreunde für die beiden Kunstprojekte Szábós. Dass solch ein Treffpunkt kein ferner Wunsch mehr sei, machte der Bürgermeister deutlich mit dem Hinweis: „Das wird hier gebaut“.

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Wie Rausch zum aktuellen Sachstand erläuterte, arbeitet derzeit eine Planerin an der Umgestaltung einer Teilfläche der Erpelanlage, angrenzend an den vorhandenen Spielplatz zur Mehrzweckfläche. In ihrem Etat für das laufende Jahr hat die Gemeinde 50 000 Euro eingestellt, mit diesem Geld soll möglichst noch 2017 der Bau der Wegebeziehungen zwischen der Alten Bergstraße und dem Erpel sowie zwischen den beiden Flächen Spielplatz und Mehrzweckfläche begonnen werden. „Derzeit gibt es aber noch keine konkrete Zeitvorgabe bis zum Abschluss der Umgestaltung zum Erpelpark“, sagte Rausch.

Mitveranstalter des Begegnungsfestes war der Seniorenbeirat, der dabei über seine Projekte informierte. Der Vorsitzende Lutz-Michael Petereit lobte in seiner Ansprache den Mitstreiter des Beirats Egon Hartmann als Motor für die Umgestaltung zum Park, in dem künftig Veranstaltungen des Beirats abgehalten werden sollen.