Neue Koordinatorin des Hospizdienstes Odenwald

Die Arbeit von Hospizbegleitern wird in Wald-Michelbach koordiniert. Symbolfoto: dpa

Claudia Lenhardt verstärkt und komplettiert das dreiköpfige hauptamtliche Team am Sitz in Wald-Michelbach.

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WALD-MICHELBACH. (red). Das hauptamtliche Team des Hospizdienstes Odenwald ist komplett. Neben Felicia Schöner und Fatma Bulut hat zum Juni auch Claudia Lenhardt ihren Dienst als Koordinatorin begonnen. Alle drei sind jeweils mit halber Stelle tätig.

Claudia Lenhardt kennt den Hospizdienst in- und auswendig. Seit 2009 ist die 61-Jährige als ehrenamtliche Hospizbegleiterin aktiv. Im November 2018 arbeitete sie im Sekretariat der Einrichtung in Wald-Michelbach und erwarb eine Zusatzqualifikation als „Palliativ Care“-Fachkraft.

Mit den beiden anderen Koordinatorinnen gibt es nach ihrer Überzeugung eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. „Wir ergänzen uns hervorragend. Felicia Schöner ist eine begnadete Netzwerkerin, die engen Kontakt zu den Alten- und Pflegeeinrichtungen hält, und bei Fatma Bulut, die erst im April ihren Dienst begonnen hat, habe ich das Gefühl, als sei sie schon immer da gewesen.“

Die derzeit 35 Begleitungen im Jahr werden sich nach Angaben des Hospizdienstes weiter erhöhen. Der Bedarf an Sterbebegleitung sei deutlich gestiegen, betont die gelernte Arzthelferin, die später im Gesundheitsamt und bei Krankenkassen beruflich tätig war, bevor sie Mitarbeitende des Hospizdienstes wurde.

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Mit dem dreiköpfigen Koordinatoren-Team sei die Einrichtung des Evangelischen Dekanats Bergstraße jetzt gut aufgestellt. Das Rückgrat bilden die ehrenamtlichen Hospizbegleiter und -begleiterinnen. Im Juni wurden 13 neu ausgebildete Ehrenamtliche beauftragt. Und im nächsten Jahr plant der Hospizdienst einen weiteren Ausbildungskurs.

Die individuelle Betreuung und Begleitung sei wichtig, damit Menschen in Würde sterben könnten. Sterbebegleitung könne dabei sehr unterschiedlich sein. Es sei schon vorgekommen, dass sich eine Begleitung auf mehrere Jahre erstreckt oder auch nur auf einen Tag oder eine Nacht, betont die Hospizkoordinatorin. Sterbebegleitung gilt als anspruchsvolles Ehrenamt. „Viele sagen, das kann ich nicht. Ich denke, das kann jeder und jede, oder man kann es lernen“, sagt Claudia Lenhardt. „Wer die Menschen liebt, bleibt bei ihnen und lässt sie im Sterben nicht im Stich.“

Der Hospizdienst Odenwald mit Sitz in Wald-Michelbach ist in den Überwald-Gemeinden, im Weschnitztal und in Lindenfels aktiv. Er begleitet schwer kranke und sterbende Menschen – unabhängig von Alter, Krankheit, Religion oder Staatsangehörigkeit – und besucht sie zu Hause, im Alten- und Pflegeheim oder im Krankenhaus. Außerdem unterstützt und entlastet er die Angehörigen sterbender oder gestorbener Menschen, für die der Hospizdienst regelmäßig das Trauercafé Lebenswege anbietet.