Rimbacher Kinderbibelwoche: Wir bauen eine Stadt

Ob Kathedrale, Stadion oder Flughafen: Die Kinder haben Spaß beim Bauen.Foto: Katja Gesche  Foto: Katja Gesche

(kag). Hoch konzentriert arbeiteten Freitagvormittag über 40 Kinder an einem gemeinsamen Projekt. Im Zuge der Kinderbibelwoche der evangelischen Gemeinden Rimbach und...

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RIMBACH-ZOTZENBACH. (kag). Hoch konzentriert arbeiteten Freitagvormittag über 40 Kinder an einem gemeinsamen Projekt. Im Zuge der Kinderbibelwoche der evangelischen Gemeinden Rimbach und Zotzenbach sowie der landeskirchlichen Gemeinschaft Zotzenbach bauten die sechs- bis zwölfjährigen Kinder eine Stadt aus Lego.

Von Mittwoch bis Freitag widmeten sie sich in zehn Tischgruppen je zwei Stunden am Vormittag dem Basteln mit den bunten Steinen. Zunächst vollendete jede Gruppe ein gemeinsames Großprojekt wie ein Stadion, einen ICE-Zug, eine Kathedrale oder auch einen Flughafen. War diese Großbaustelle fertiggestellt, durften die Kinder noch Traumhäuser bauen, bei denen sie sich innerhalb einiger Vorgaben wie der maximalen Grundfläche und Höhe mit den Stecksteinen austoben konnten. Hier waren der Fantasie der Kinder kaum Grenzen gesetzt. So erklärte ein Junge begeistert, dass auf dem Dach seines Hauses ein Gangster sein Warenlager angelegt hat.

Rund 100 000 Steine galt es bei dem Projekt zu verbauen; angeliefert wurden die rund 25 großen Kisten mit den kleinen Steinen mit einem Transporter. Während sich die Großprojekte in eigenen Kisten befanden, standen für das freie Bauen viele Schachteln mit bunten Steinen und anderen Bauelementen zur Verfügung.

Die Kinder sammelten sich das, was sie brauchten, in leeren Margarinedosen zusammen. So konnte verhindert werden, dass sich die Klötzchen frei im Gemeindehaus verteilten. Verliehen wurde diese Legostadt vom freikirchlichen Forum Wiedenest; insgesamt gäbe es im christlichen Bereich rund 20 solcher Städte, die man ausleihen kann, wusste Pfarrer Hermann Birschel aus Zotzenbach. Die Projekte sind begehrt und müssen mit viel Vorlauf bestellt werden. So steht am Sonntagabend schon die nächste Gemeinde in den Startlöchern, um die dann wieder zerlegte Stadt abzuholen. Birschel freute sich ebenso wie sein Rimbacher Amtskollege Uwe Buß und einem Dutzend meist jugendlicher Helfer, dass die Kinder so begeistert bei der Sache waren. „Wir haben für die Kinder, denen das Basteln zu viel wird, auch andere Aktivitäten angeboten“, erklärte Birschel. So konnten sie nach draußen gehen und spielen. Doch die Kinder waren überraschend intensiv mit dem Bauen beschäftigt und suchten meist keine Ablenkung.

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Natürlich wurde während der Kinderbibelwoche nicht nur gebastelt. Der Tag begann am Morgen jeweils mit einer halbstündigen Andacht. „So haben wir heute die Geschichte von Saul und David gehört“, erklärte Birschel. Nach Andacht und einer Stunde Arbeit an dem Legoprojekt ging es hinunter in den Ort, wo die landeskirchliche Gemeinschaft ihr Haus hat. Dort frühstückten die Kinder; danach wurde ein wenig herumgetobt. Dann stand wieder Lego auf dem Stundenplan.

Einen direkten Bezug zu Kirche oder Glauben hat das Legospiel an sich zwar nicht, auch wenn sich auf der Bandenwerbung des Lego-Fußballstadions Reklame für Jesus findet. Und doch konnten die Kinder bei diesem Projekt einiges über Tugenden wie Geduld, Zusammenarbeit und auch Vertrauen lernen.

Die Legostadt kann am Sonntag nach dem Gottesdienst von 11.15 bis 12.15 Uhr im evangelischen Gemeindehaus im Hainbuchenweg 14a besichtigt werden.