Glattbachs Feuerwehr erhält wasserführendes Einsatzfahrzeug

Feierliche Schlüsselübergabe: Die Glattbacher Feuerwehr und Bürgermeister Michael Helbig (vorne rechts) freuen sich über das Fahrzeug mit einem 1000 Liter großen Wassertank. Foto: Cornelia von Poser  Foto: Cornelia von Poser

(cvp). „Nun sind nur noch zwei Wehren in Lindenfels ohne TSF-W“, freute sich Stadtbrandinspektor Jürgen Bitsch am Samstag im Glattbacher Feuerwehrgerätehaus. Dort...

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GLATTBACH. (cvp). „Nun sind nur noch zwei Wehren in Lindenfels ohne TSF-W“, freute sich Stadtbrandinspektor Jürgen Bitsch am Samstag im Glattbacher Feuerwehrgerätehaus. Dort übergab Bürgermeister Michael Helbig ein wasserführendes Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF-W). Beim Festakt dabei waren – neben Feuerwehrmännern aus Glattbach und den angrenzenden Lindenfelser Ortsteilen sowie Brandschützern aus Glattbach bei Aschaffenburg – auch Kreisbrandmeister Volker Steiger und Heppenheims Stadtbrandinspektor Werner Trares.

In seiner Begrüßungsrede nahm der Glattbacher Wehrführer Bernd Rettig die Gäste mit auf eine Zeitreise, die im Jahr 1955 mit der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde begann und die nachzeichnete, wie die Einsatzkräfte nach und nach mit den benötigten Geräten und Fahrzeugen ausgestattet wurden und 1990 ein neues Domizil erhielten – stets unter (finanziellem und arbeitstechnischem) Einsatz des örtlichen Feuerwehrvereins.

Mit dem neuen Fahrzeug beginne nun „in Bezug auf den einsatztechnischen Wert ein neues Zeitalter“, so Rettig, der gleichzeitig Ortsvorsteher in Glattbach ist. Das neue TSF-W bringt ein Gesamtgewicht von 6500 Kilogramm auf die Waage, besitzt einen 170 PS starken Dieselmotor und vor allem einen Löschwassertank mit einem Fassungsvermögen von 1000 Litern. „Diese Tatsache ermöglicht einen schnelleren Einsatzerfolg bei einem Brand, da nicht erst eine zum Teil aufwendige Wasserversorgung hergestellt werden muss“, erläuterte der 54-Jährige. Bereits im Oktober war das Fahrzeug bei einem ersten Einsatz in Seidenbuch getestet worden. Hier konnten die Glattbacher Feuerwehrmänner dank des Löschtanks und dank eines damit sofort möglichen Löschangriffs ein weiteres Übergreifen auf das Dach verhindern. Auch die Unterbringung der Löschschläuche in Tragekörben oder die praktische Unterbringung der Atemschutzgeräte bringe bei Einsätzen deutliche Zeiteinsparungen.

Finanziert wurde die Anschaffung durch Landesmittel und durch die Gemeinde Lindenfels, die allein 43 000 Euro zur Verfügung stellte. Zusätzlich seien 8000 Euro vom Glattbacher Feuerwehrverein in die Ausstattung des Fahrzeugs geflossen, erklärte Wehrführer Rettig. So konnte der Einsatzwagen zusätzlich mit einem Stromerzeuger und einer Tauchpumpe ausgestattet werden. Dank einer Spende der Glattbacher Firma Seitz verfügt der Wagen auch über eine Motorkettensäge.

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Zusätzlich mit Tauchpumpe und Motorkettensäge

Bürgermeister Michael Helbig dankte allen Feuerwehrleuten der Gemeinde für ihre Arbeit. Insgesamt seien in Lindenfels 170 Männer und Frauen in den Einsatzabteilungen der Wehren aktiv. „In dieser Hinsicht ist Lindenfels absolut spitze“, resümierte Helbig und hob die positiven Aspekte eines „dezentralen Engagements“ hervor.

Die Glattbacher Wehr kann derzeit auf zwölf Aktive zurückgreifen. Während die jüngsten Brandschützer des Ortsteils spielerisch zusammen mit den Bambini der Schlierbacher Wehr ausgebildet werden, ruht die Glattbacher Jugendwehr derzeit.