Viel Gold und Silber bei den Schlesiern

Die neuen Vorstandsmitglieder der Schlesier mit zwei der geehrten Mitglieder: Sitzend, links Marianne Krumbein aus Kirschhausen,  rechts Barbara Harmada-de Leuw aus Bensheim.Foto: Anja Horchler  Foto: Anja Horchler

(red). Die Kreisgruppe Bergstraße der Landsmannschaft Schlesien hat ihren Vorstand neu gewählt. Vorsitzender ist Winfried Labatzke aus Wald-Michelbach, Ingrid Berger aus...

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KREIS BERGSTRASSE. (red). Die Kreisgruppe Bergstraße der Landsmannschaft Schlesien hat ihren Vorstand neu gewählt. Vorsitzender ist Winfried Labatzke aus Wald-Michelbach, Ingrid Berger aus Bensheim ist seine Stellvertreterin, Kassenwart der Bürstädter Christian Midzielski. Beisitzer sind Eckard Balke (Bürstadt), Johannes Baumgart und Richard Gürlich (Viernheim), Alfred Gafert und Monika Hauck (Heppenheim), Joachim Kutzner (Bensheim), Kurt Titzmann (Lorsch) und Ingrid Martin (Landau/Pfalz).

43 Jahre ist Barbara Harmada-de Leuw aus Heppenheim Mitglied in der Schlesischen Landsmannschaft, 40 Jahre ist Elfriede Spahl aus Lorsch dabei – sie erhielten je eine Treuebrosche in Gold. Treuebroschen in Silber gingen an Marianne Krumbein aus Kirschhausen für 25 Jahre, Barbara Badura aus Lorsch für 22 Jahre und Ursula Zander aus Viernheim für 20 Jahre Mitgliedschaft. Werner Tilgner aus Heppenheim erhielt für 22 Jahre Mitgliedschaft posthum die Treuenadel in Silber.

Winfried Labatzke bezog Stellung zu aktuellen politischen Fragen. So gebe es jetzt sogar ein Heimatministerium mit dem ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer an der Spitze. Die Landsmannschaft erwarte von ihm Engagement dafür, „dass den deutschen Vertriebenen und Flüchtlingen das von uns seit 1950 in der Charta geforderte Recht auf Heimat in absehbarer Zeit gewährt wird“. Man fordere es ein, „nicht weil wir von gestern sind, sondern in die Zukunft schauen, in der das friedliche Zusammenleben der Menschen ohne die Realisierung dieses Rechts eine politische Illusion bleibt“, sagte Labatzke.

Zur Regierung in Polen führte er aus, „dass man mit liebedienerischem Verhalten nicht weiter gekommen ist, stattdessen die politischen Systeme Europas zunehmend auseinanderdriften“. Irritationen habe die öffentliche Unterstützung des BDV-Bundesvorsitzenden Dr. Bernd Fabritius ausgelöst, ein „Polendenkmal gegenüber dem Deutschlandhaus mit der Dauerausstellung Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung in Berlin“ zu errichten. „Das sehen verständlicherweise viele Vertriebene ganz anders“, erklärt Labatzke. Es handle sich vielmehr um eine Provokation der Vertriebenen.