Personalräte fordern Entlastung

Personalräte haben einstimmig eine Resolution verabschiedet, in der sie mehr Zeit für ihre Aufgaben fordern. Symbol: Ann-Kathrin Staßen ©

Die Interessenvertreter aus den Kreisen Bergstraße und Odenwald dringen darauf, dass sie mehr Entlastungsstunden bekommen. Sie begründen das mit gewachsenen Aufgaben.

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KREIS BERGSTRASSE/ODENWALDKREIS. Das Votum war deutlich: Einstimmig stimmten 118 Personalräte der Schulen aus dem Kreis Bergstraße und dem Odenwaldkreis beim Personalrätetreffen in der Reichelsheimer Reichenberghalle für eine Resolution, die unter anderem die deutliche Anhebung von Entlastungsstunden für die Personalräte an den Schulen fordert. Diese müssten mindestens verdoppelt werden, heißt es in dem Text.

Ausgearbeitet wurde die Resolution vom Gesamtpersonalrat Schule für den Schulamtsbezirk Bergstraße/Odenwald. In dem Schreiben wird darauf hingewiesen, dass der Arbeit von Personalvertretungen vom Gesetzgeber ein hoher Stellenwert beigemessen werde. Ihre Aufgaben seien vielfältig: Personalräte überwachten, dass die Schutzbestimmungen für das Personal eingehalten werden, arbeiteten bei Personalentscheidungen mit und achteten darauf, dass Personengruppen gleichbehandelt und gefördert werden. Die Arbeit sei kein Selbstzweck, sondern sie diene insbesondere dazu, frühzeitig Hindernisse, Probleme und Konflikte zu erkennen und zu vermeiden.

In den vergangenen Jahren seien kontinuierlich Aufgaben hinzugekommen. Inklusive Beschulung, Integration von Schülern mit Migrationshintergrund, digitales Lernen, verstärkte Schulsozialarbeit oder der Umgang mit datenschutzrechtlichen Belangen seien nur einige Beispiele, die das immens angewachsene Spektrum skizzieren, heißt es weiter. Eine höhere Stundenentlastung habe es jedoch seit dem Jahr 1998 nicht gegeben.

In der Konsequenz führe das entweder zu einer qualitativen Verschlechterung der Personalvertretungsarbeit oder zu einer Überlastung der Personalratsmitglieder. Beides könne nicht im Interesse der Beschäftigten und des Dienstherrn sein, heißt es in der Resolution. Neben der Anhebung der Entlastungsstunden wird zudem für die Personalräte ein weiteres Stundendeputat gefordert, das nicht an eine bestimmte Person gekoppelt, also frei zu verteilen, ist. Außerdem sollen auch schulübergreifende Personalvertretungen "mit einer den aktuellen Aufgaben angepassten höheren Entlastungszeit ausgestattet werden".