Geldsegen für Floriansjünger

Willkommener Geldsegen: Von den Wehren im Kreis erhalten Heppenheim und Bensheim die stärkste Förderung. Foto:  Brunnengräber

Landrat Christian Engelhardt hat zwölf Feuerwehren im Kreis Förderbescheide überreicht. Das meiste Geld fließt nach Heppenheim.

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KREIS BERGSTRASSE. (rid). Wenn ein Gast etwas mitbringt, dann ist er besonders gern gesehen: Landrat Christian Engelhardt hatte am Samstag am Lorscher Feuerwehrstützpunkt Zuwendungen von nahezu 200 000 Euro in der Tasche – freilich nicht in bar, sondern als Bescheide für zwölf Wehren des Kreises. Gleichzeitig wurden zwei Einsatzfahrzeuge an die Wehren von Lorsch und Lampertheim übergeben.

Der große Einsatzleitwagen 2 (ELW2), der künftig in Lampertheim stationiert sein wird, hat seine Feuertaufe beim Großbrand im Sägewerk Monnheimer in Grasellenbach vor ein paar Wochen bereits hinter sich. Insgesamt 23 Einsatzleitwagen für den Brand- und Katastrophenschutz hat das Land beschafft. Die Fahrzeuge sind mit komplexer Funk- und Fernmeldetechnik ausgerüstet – inklusive Satellitentelefon, PC-Arbeitsplätze und Kameraanlage. Der ELW2 wird als mobile Befehlsstelle mit Besprechungsraum für die Einsatzleitung bei Großschäden eingesetzt. Die Kosten für Stellplatz, Wartung und Ausbildung des Personals übernimmt ebenfalls das Land Hessen.

Der Abrollbehälter Löschwasserversorgung wird in Lorsch stationiert. Eingesetzt wird er für die Förderung großer Löschwassermengen und im Hochwasserschutz. 4000 Liter Löschwasser pro Minute können über eine Distanz von 1,7 Kilometern gepumpt werden. Im Hochwasserschutz sind es – auf kürzere Distanzen – sogar bis zu 8000 Liter pro Minute.

Normalerweise ist der Brandschutz auch in finanzieller Hinsicht Aufgabe der Kommunen. Doch es gibt Ausnahmen, wie das Bereitsstellen der beiden Fahrzeuge durch das Land zeigt. Der Kreis beteiligt sich an den Kosten, sobald es sich um überörtliche Belange dreht. Etwa wenn einzelne Fahrzeuge oder Einrichtungen kreisweit bereitgestellt werden – so verfügt nicht jede Gemeinde über eine Drehleiter. Ähnlich verhält es sich beispielsweise mit der Atemschutzstrecke und anderen Lehrgangs- und Ausbildungsstandorten. Für die Übernahme der Aufgabe wird den Kommunen jährlich eine Pauschale überwiesen. In diesem Jahr werden zwölf Kommunen Mittel in Höhe von 199 344,67 Euro zur Verfügung gestellt. Die größten Summen gehen hierbei an Heppenheim (40 560 Euro), Bensheim (38 500 Euro), Lampertheim (27 600 Euro) und Viernheim (25 500 Euro).

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Im Rahmen der Übergabe dankten Landrat Christian Engelhardt, Staatssekretär Thomas Metz und der Lorscher Bürgermeister Christian Schönung den Floriansjüngern für ihren ehrenamtlichen Einsatz.