AfD will „Asyltoursimus“ schnellstmöglich beenden

AfD Bergstraße diskutiert mit Bundesvorstand über wichtige Themen im bevorstehenden Wahlkampf zum Einzug in den Hessischen Landtag

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KREIS BERGSTRASSE. Die Bergsträßer AfD hat im Landtagswahlkampf einige ihrer Bundesvorstandsmitglieder zu Auftritten verpflichtet. Zum Start war am Freitagabend Guido Reil zu Gast in der Hambacher Schlossberghalle. Rund 100 Zuhörer waren anwesend – Gegendemonstranten gab es nicht. Hauptthema war die Migration und ihre Folgen.

Rolf Kahnt, Direktkandidat des Wahlkreises Ost, meinte, wir würden in einem „Irrenhaus“ leben, denn die deutschen Grenzen seien nach wie vor sperrangelweit offen. „Ich habe das Gefühl, das Land wird von Idioten regiert“, urteilte Kahnt. Angesichts der von Migranten verübten Straftaten forderte er: „Die Merkel muss weg.“ Der „Asyltourismus“ führe dazu, dass der Sozialstaat in die Knie gehe. Kahnt sagte, das Ziel von Familiennachzug- und „Resettlement“-Programmen sei das „Aussterben der Deutschen“. Die Einwanderer wollten die Islamisierung, die linken Parteien die „Vernichtung“ Deutschlands durch eine Masseneinwanderung.

Der Direktkandidat im Wahlkreis West, Stefan Adler aus Viernheim, beklagte 3500 Angriffe auf Polizisten jährlich und dass die Beamten nichts gegen die Drogenbanden seiner Heimatstadt tun könnten. Es müssten mehr Polizisten eingestellt werden, forderte Adler, und die Beamten müssten auch besser bezahlt werden. Ein Unding sei es, dass bei einer Veranstaltung der Linken zur Gewalt gegen die AfD aufgerufen worden sei. Bei AfD-Aktiven würden zudem gerne Scheiben eingeschmissen und Häuser mit Farbe beschmiert.

Bundesvorstandsmitglied Guido Reil berichtete von Anschlägen auf ihn und seine Familie sowie einigen Straftaten aus dem Ruhrgebiet, die in diesem Sommer passiert, aber nicht bundesweit bekannt gemacht wurden: etwa eine Massenvergewaltigung und ein Mord an einer jungen Frau. „Wir sind die Einzigen, die Probleme in diesem Land benennen. Wir sind nicht rechtsradikal, sondern haben radikal Recht“, befand Reil. In seiner Rede schoss er gegen die Grünen („eine Sekte“) und die Institution katholische Kirche („die größten Verbrecher überhaupt“) – auf den christlichen Glauben jedoch könne man stolz sein. Eine Diskussion über die vorgetragenen Thesen gab es bei der Veranstaltung nicht.