Nein zu Gewalt an Frauen

(red). Der diesjährige internationale Gedenktag „NEIN zu Gewalt an Frauen“ am 25. November steht unter dem Slogan #TrautesHeimLeidAllein, wie die Stadt Lampertheim...

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LAMPERTHEIM. (red). Der diesjährige internationale Gedenktag „NEIN zu Gewalt an Frauen“ am 25. November steht unter dem Slogan #TrautesHeimLeidAllein, wie die Stadt Lampertheim mitteilt. Der Slogan soll darauf aufmerksam machen, dass Gewalt direkt in unserer Nachbarschaft oder im Bekannten- und Kollegenkreis geschieht und oft hinter einer Fassade vom „trauten Heim“ versteckt wird.

Auch in diesem Jahr laden die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten der Städte Lampertheim und Bürstadt, Sonja Niederhöfer und Gerasimoula Grigoraki, für Freitag, 18. November, um 18.30 Uhr zum Fahne hissen vor dem Stadthaus in Lampertheim, Römerstraße 102, ein. Bürgermeister Gottfried Störmer (parteilos) wird mit den beiden Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten die blaue Fahne „frei leben – ohne Gewalt“ von Terrre des Femmes hissen, um ein weit sichtbares Zeichen gegen Gewalt und für ein gleichberechtigtes, selbstbestimmtes und freies Leben von Mädchen und Frauen zu setzen.

Anschließend gibt es im Sitzungssaal des Stadthauses weitere Informationen rund um das Thema häusliche Gewalt und Ehrgewalt von der Beratungs- und Interventionsstelle Bergstraße Häusliche Gewalt gegen Frauen und der Mäander GmbH, ein gemeinnütziger Träger der Ambulanten Jugendhilfe in Darmstadt.

Um 19 Uhr wird dann der Film „Nur eine Frau“ gezeigt. Im Anschluss wird eine Diskussionsrunde mit Mäander zum Thema Ehrgewalt angeboten. Am 25. November wird zudem um 11 Uhr die Fahne gegen Gewalt vor dem Rathaus in Bürstadt gehisst.

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Am 17. Dezember 1999 wurde von der UN-Generalversammlung der 25. November zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen bestimmt. Die Generalversammlung war beunruhigt darüber, dass Frauen nicht in den vollen Genuss ihrer Menschenrechte und Grundfreiheiten kommen, und sie waren besorgt, dass es nach wie vor nicht gelungen ist, diese Rechte und Freiheiten im Falle von Gewalt gegen Frauen zu schützen und zu fördern. Alljährlich soll mit dem internationalen Gedenktag das öffentliche Interesse auf die Gewalt gegen Frauen gelenkt werden und Strategien zur Bekämpfung in den Mittelpunkt rücken.

Hintergrund für die offizielle Initiierung des Aktionstages 1999 durch die Vereinten Nationen war die Entführung, Vergewaltigung und Folterung dreier Schwestern und ihre Ermordung im Jahr 1960. Die Schwestern Mirabal waren in der Dominikanischen Republik durch Militärangehörige des damaligen Diktators Rafael Trujillo verschleppt worden.

Seit 2001 gibt es die Fahnenaktion „frei leben – ohne Gewalt“ von Terre des Femmes, die mittlerweile weltweit von vielen Organisationen unterstützt wird. Seit 2004 wehen auch in Lampertheim und Bürstadt jährlich um den 25. November die blauen Fahnen

Der Verein Terre des Femmes, Menschenrechte für die Frau, wurde 1981 gegründet. Es sei bereits vieles erreicht worden, aber es bleibe auch noch viel zu tun, denn das große Ziel, dass alle Mädchen und Frauen gleichberechtigt, selbstbestimmt und frei ihr Leben führen können, sei noch nicht erreicht – auch nach 41 Jahren nicht, heißt es in der Mitteilung.

Weitere Informationen erhalten gibt es auf www.frauenrechte.de