Großeinsatz durch Brand in Heppenheimer Hochhaus

In Heppenheim musste die Feuerwehr nach einem Brand in einem Hochhaus ausrücken. Foto: Christopher Frank

Ein angebrannter Kochtopf im 13. Stock eines Mehrfamilienhauses hat in Heppenheim einen Brand ausgelöst. Vier Verletzte werden ins Krankenhaus eingeliefert, darunter zwei Kinder.

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HEPPENHEIM. „Feuer in Sondergebäude, Menschen, brennt Zimmer, hohes Haus.“ Mit der höchsten Alarmstufe wurden 72 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Heppenheim-Mitte, Hambach und Erbach sowie Polizei und Rettungsdienste am Mittwochmittag in die Hochhaussiedlung an der Gießener Straße gerufen. Auch die Sirenen im gesamten Stadtgebiet machten auf den Ernst der Lage aufmerksam.

Tatsächlich qualmte Rauch aus dem 13. Stock des Mehrfamilienhauses mit der Hausnummer 9, als die Einsatzkräfte kurz vor 15 Uhr im Westen der Kreisstadt eintrafen. Laut Polizei entzündete sich in der Küche der betroffenen Wohnung Fett in einem Topf auf dem Herd. Zu diesem Zeitpunkt hielten sich dort zwei Kinder auf, zehn und 16 Jahren alt.

Unklare Lage und höchste Sicherheitsstufe

„Zwei Nachbarinnen bemerkten die bedrohliche Situation und kamen den Kindern zu Hilfe“, erklärt Polizeisprecherin Kathy Rosenberger. Alle vier sind verletzt worden und wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Die Rauchentwicklung war indes so stark, dass das Gebäude evakuiert und von Einsatzkräften der Feuerwehr belüftet werden musste. Ein größerer Sachschaden ist nach Angaben der Brandschützer wohl nicht entstanden.

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„Aufgrund der unklaren Lage und der höchsten Sicherheitsstufe mussten wir mit Atemschutzgeräten über das Treppenhaus in die betroffene Wohnung“, berichtete der stellvertretende Stadtbrandinspektor Christian Stadler, der den Einsatz gemeinsam mit seinem Kollegen Leonhard Einberger leitete.

Dort war zu diesem Zeitpunkt laut Stadler aber bereits das Schlimmste verhindert worden. „Ein Löscheinsatz war deshalb nicht mehr notwendig, die Wohnung wurde von unserer Seite nur noch gelüftet“, sagte Stadler sichtlich erleichtert. Gegen 15.30 Uhr kehrten die ersten Einsatzkräfte wieder in die Stützpunkte zurück.