Sonnenschein lockt mehr als 25.000 Besucher zur Spargelwanderung

Die sechste Spargelwanderung zwischen Lampertheim und Bürstadt lockte mehr als 25.000 Besucher an. Foto: Thorsten Gutschalk

Die sechste Spargelwanderung zwischen den südhessischen Kommunen Lampertheim und Bürstadt lockte am Sonntag weit mehr als 25.000 Menschen an. Bei 20 Grad und Sonnenschein...

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LAMPERTHEIM/BÜRSTADT. Die sechste Spargelwanderung zwischen den südhessischen Kommunen Lampertheim und Bürstadt lockte am Sonntag weit mehr als 25.000 Menschen an. Bei 20 Grad und Sonnenschein feierten die Wanderer auf der 4,4 Kilometer langen Strecke ein friedliches Familienfest. Somit hat der Besucherandrang eine neue Bestmarke erreicht, obgleich mit dem Mannheimer Maimarkt parallel eine weitere Großveranstaltung in der Region stattfindet.

Nicht nur die Einheimischen zieht es zur Wanderung über die Spargelfelder, der Anteil der auswärtigen Gäste steigt von Jahr zu Jahr: Die Parkplätze waren voll mit Karlsruher, Offenbacher, Darmstädter, Mannheimer oder Pfälzer Autokennzeichen. Es ist sicher die Mischung aus Genuss, Bewegung, Kultur und Unterhaltung, die diese Veranstaltung einmalig macht. Zahlreiche Spargelspezialitäten, wie man das sonst nirgends bekommt, gab es im Angebot. Dazu Kunst, Musik und Kinderbespaßung.

Der Bergsträßer Landrat Christian Engelhardt eröffnete die Veranstaltung auf der Aktionsbühne, die ihren Platz auf der Gemarkungsgrenze von Lampertheim und Bürstadt hatte. "Heute werden wir Rekorde brechen", meinte er mit Blick auf das ideale Wanderwetter. Er sollte Recht behalten, der Andrang überall dort, wo es Speisen gab, war groß. Man musste sich im Warten üben, aber das nahmen alle gelassen hin. Die Gesichter der Menschen zeigten, dass alle froh über den frühlingshaften Tag waren, nach der kühlen Witterung der letzten Zeit.

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Spargelwanderung im Ried.
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Wer nicht zum Wandern und Essen gekommen war, nutzte die Gelegenheit, sich von den Landwirten den Anbau und die Weiterverarbeitung des "weißen Goldes" erklären zu lassen. Wer wollte, durfte selbst nach den Stangen graben. In einer Halle konnte man beobachten, wie der frisch geerntete Spargel in einer Sortiermaschine gewaschen und differenziert wird. Was nicht gleich in den Verkauf ging, landete im "Eisraum". Viele nutzten die Gelegenheit und deckten sich mit frischem Obst und Gemüse der Lampertheimer Bauern ein, die natürlich auch ihre weiteren Produkte wie Hausmacher Wurst und Marmeladen feilboten. Daneben gab es einen Künstlermarkt, eine Oldtimer-Ausstellung und Info-Stände beispielsweise des Geoparks Bergstraße-Odenwald oder des "Nibelungenlandes". Keine Langeweile hatten Kinder, die ein großes Spieleangebot vorfanden und Zeitungsmonster Kruschel kennenlernen durften.

Die Bürgermeister der Städte Lampertheim und Bürstadt zeigten sich mit dem starken Besuch der Spargelwanderung sehr zufrieden. Die Landwirte und Gastronomen hatten ebenfalls keinen Grund zur Klage. Selbst die Musiker, die an mehreren Stellen für Unterhaltung sorgten, stammten alle aus den beiden Städten. Einer von ihnen, Bernd Schäfer, hat sogar eine Hymne der Wanderung getextet: "Einen Spargel wie diesen gibt es nur in Lampertheim". Zur Freude von Bürstadts Bürgermeisterin Bärbel Schader haben Schäfer und das Bandprojekt "Second Chance" auch einen Bürstädter Bezug zur eingängigen Melodie geliefert. Angelehnt ist der Song an den Toten-Hosen-Hit "Tage wie diese".

Am Tag der Spargelwanderung herrscht auf den Feldern zwischen Lampertheim und Bürstadt alles andere als "tote Hose". Schaustellerbetriebe und ein Aktionsstand der Jugendfeuerwehr lockten ebenso die kleinen Gäste an wie zahlreiche Traktoren, die das Kind im Manne wiederauferleben ließen. Lampertheims Kulturamtsleiter Rolf Hecher und sein Kollege vom Bürstädter Ordnungsamt, Rainer Stöckel, zogen einen Tag nach dem Großereignis ein durchweg positives Fazit: "Unser Konzept hat funktioniert und wir haben von allen Seiten Lob erhalten", meinte Hecher. Ein Indikator für den immensen Andrang sei unter anderem der Bus-Shuttledienst gewesen, der sogar eine Stunde länger angeboten wurde, als ursprünglich geplant. Wie bei allen Großveranstaltungen gelte aber immer: "Das Konzept steht und fällt mit den Wetter." Bislang ging die Besucherkurve bei der Spargelwanderung stetig nach oben. Das verspricht viel Arbeit für 2018.