Bürstädter Ausschuss beschäftigt sich mit der Zukunft des...

Die Stadt will weitere Schritte unternehmen, damit die Industrieruine Oli verschwindet. An dieser Stelle soll Wohnbebauung entstehen.

Anzeige

BÜRSTADT. Im Jahr 2017 hat das Land Hessen die Bauland-Offensive (BOH) ausgerufen. Das Ziel der Offensive: die Gemeinden bei ihrer Suche nach bebaubaren Flächen zu unterstützen. Die Stadt Bürstadt hatte an der ersten Phase der Bauland-Offensive teilgenommen – es wurde eine Machbarkeitsstudie zur Reaktivierung der Gewerbebrache Oli II ausgearbeitet. Jetzt ist das Thema wieder auf der politischen Tagesordnung.

Zur vertiefenden Betrachtung des Gebiets Oli II ist die Aufnahme der Stadt Bürstadt in die Phase zwei der BOH erforderlich. Die Stadtverwaltung hat bereits eine entsprechende Interessenbekundung abgegeben. Als nächster Schritt folgt die Aufnahme der Kommune als Gesellschafter der BOH und der Abschluss eines Entwicklungsträgervertrages zwischen Kommune und BOH. Über die Einzelheiten wollen Vertreter von „NH Projektstadt“ in der Sitzung des Umwelt- und Stadtentwicklungsausschusses (USA) am Mittwoch, 12. Februar, referieren und für Fragen zur Verfügung stehen. In dem Zusammenhang wird auch ein aktueller Sachstand über die Entwicklung des Gebiets Oli II gegeben.

Die Entwicklung des Gewerbegebiets „Mittelfeld Nord“ in Bobstadt ist ebenfalls Thema im USA. Die Stadtverwaltung betont, insbesondere im Hinblick auf die noch erforderliche Grundstückssicherung könne das Projekt mit dem vorhandenen Personal „nicht in der zeitlich gebotenen Weise abwickelt“ werden, sodass externe Dienstleistungen in Anspruch genommen werden sollen. Die Hessische Landgesellschaft mbH (HLG) als staatliche Treuhandstelle für ländliche Bodenbevorratung könne die notwendigen Dienstleistungen in modularer Weise anbieten. In einem ersten Schritt müsse eine Grundsatzvereinbarung abgeschlossen werden, die für die Stadt noch keinerlei Kosten verursache oder zu bestimmten Maßnahmen verpflichte. Die HLG kümmere sich auch um die Durchführung und Finanzierung der Erschließung.

Ein weiteres Thema im USA ist die Vergabe eines Innovationspreises Nachhaltigkeit in Höhe von 500 Euro. Dazu gibt es einen Vorschlag des Agendatisches Naturschutz: die Tafel. Des Weiteren beschäftigen sich die Politiker mit zwei Anträgen der SPD. Sie möchte Unterlagen, die sie über Immobilien informieren, wenn die Stadt ein Vorkaufsrecht ausüben will. Außerdem soll die Stadt dafür Sorge tragen, dass bei Straßenbaumaßnahmen moderne Strom- und Glasfaserkabel verlegt werden.

Anzeige

Der USA tagt öffentlich ab 19.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses. Bürger können vor Beginn Fragen zu den Themen stellen, die auf der Tagesordnung stehen.