Mehr Urnengräber, höhere Gebühren?

(mibu). Im Haupt- und Finanzausschuss hat der Bibliser Bürgermeister Felix Kusicka (parteilos) das neue Friedhofskonzept der Gemeindeverwaltung vorgestellt. Einigem müssen...

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BIBLIS. (mibu). Im Haupt- und Finanzausschuss hat der Bibliser Bürgermeister Felix Kusicka (parteilos) das neue Friedhofskonzept der Gemeindeverwaltung vorgestellt. Einigem müssen die Gemeindevertreter zustimmen. Für den Friedhof in Biblis ist der Bau einer dritten Urnenwand im Süden des Geländes geplant. Laut Kusicka gibt es vor allem im Nordosten eine Vielzahl an freien Grabstellen. Für bestimmte Bereiche soll es einen Nachbelegungsstopp geben. „Wenn dort jemand ein Grab haben möchte, dann behindert das die Planungen für weitere 25 Jahre“, sagte Kusicka. Geplant ist auch noch eine weitere Fläche für Rasengräber.

Das gilt auch für den Friedhof in Wattenheim, dort neben dem Baumgrab. Zu klären ist, ob es Sinn hat, eine zweite Stele für Urnen aufzustellen oder gleich eine Urnenwand. Kusicka: „Eine solche Stele ist zwar einfacher in der Handhabung aber keinesfalls günstiger als eine Wand.“ In jedem Fall würden die Bauarbeiten Auswirkungen auf die Gebührenordnung haben.

Heftige Worte fanden die Ausschussmitglieder für das Verhalten der Lampertheimer in Sachen Zweckverband Mittelzentrum Ried. Die Lampertheimer lassen offen, ob sie dem Verband mit Bürstadt und Groß-Rohrheim überhaupt beitreten. „Notfalls machen wir das eben ohne Lampertheim“, sagte Hans-Michael Platz. Man sollte jetzt nicht noch mehr Zeit verstreichen lassen. Nach Kusickas Einschätzung würden die vier Riedkommunen pro Jahr bei der Abwasserentsorgung rund 650 000 Euro im Jahr sparen. So könnte man die Abwassergebühren stabil halten. Auch das Personal für die Kläranlagen würde nicht mehr von den Kommunalverwaltungen, sondern vom Zweckverband verwaltet. Der Ausschuss empfahl dem nächste Woche tagenden Gemeindeparlament einstimmig eine Erweiterung des Auftrags an die Beratungsgesellschaft Rödl & Partner in Sachen Mittelzentrum.

Erst mal prüfen, ob das überhaupt ein Thema ist

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Ebenfalls einstimmig wurde Friedrich Wetzel im Amt des Ortsgerichtsvorstehers bestätigt. Der von der SPD gestellte Antrag auf Einrichtung einer Katzenschutzverordnung in die Gemeindesatzung wurde nach einer längeren Diskussion gleichfalls einstimmig vertagt. Wie Sigrid Breyer (SPD) in ihrem Antrag begründete, gibt es bereits 16 Gemeinden in Hessen – darunter Lorsch und Viernheim – die eine solche Verordnung haben. Damit entspricht man dem Tierschutzgesetz. In Paragraf 13 wird geregelt, dass Besitzer von Katzen ihre Tiere registrieren müssen, wenn diese frei herumlaufen.

Gemeint sind hier aber ausschließlich jene Exemplare, die weder gechipt noch kastriert sind. „Es geht hier auch um die Verbreitung von Krankheiten wie Toxoplasmose“, sagte Breyer. Hans-Peter Fischer von der Freien Liste fragte nach den Kosten, und auch die CDU wollte wissen „Wer soll das bezahlen?“ Denn eine Meldepflicht gibt es für Katzen – im Gegensatz zu Hunden – nicht. Nun soll die Verwaltung zunächst einmal klären, wie akut das Thema der herrenlosen Katzen in Biblis ist.