Künftige Bebauung „Am Werrtor“ in Biblis noch offen

Das Gemeindeparlament hat noch keine Entscheidung zum Gelände neben der B 44 getroffen. Die Ausschüsse beraten weiter.

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BIBLIS. Noch keine Entscheidung hat das Bibliser Gemeindeparlament in seiner Sitzung am 26. Mai zum weiteren Vorgehen bei der möglichen künftigen Bebauung „Am Werrtor“ getroffen. Vielmehr wird das Thema zunächst weiter die Ausschussrunde beschäftigen.

Das Gelände neben der B 44 ist entsprechend dem Flächennutzungsplan ursprünglich als Mischgebiet eingetragen. Seit 2019 ist dort ein Investor involviert, der eine Fläche von rund 10 000 Quadratmeter für den Bau unterschiedlicher Wohnungen nutzen will, zumal sich Interessenten für den Bau von Gewerbe-Immobilien bereits zurückgezogen haben.

Schon 2001 hatte sich Hessen Mobil mit der Forderung gemeldet, den Knotenpunkt zwischen der B 44 und dem „Werrtor“, der bislang nur mit einer Blink-Ampel ausgestattet war, auszubauen. Dieses Vorhaben hat durch die Pläne des Investors einen neuen Anstoß erhalten.

„Die Zukunft des ,Werrtors‘ ist für unsere Gemeinde ein generationenübergreifendes Vorhaben“, stellt Bürgermeister Volker Scheib fest. Damit wolle die Kommune bei der Ausweisung neuer Baugebiete und deren Gestaltung neue Wege beschreiten sowie zunächst in der Ausschussrunde klären, was hier angestrebt und gewünscht werde, um anschließend dafür die Rahmenbedingungen zu schaffen und dem Investor Gelegenheit zu geben, seine Vorstellungen einzubringen.

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Daraus müsse die Verwaltung dann zusammen mit den Ideen aus den Fraktionen des Parlaments ein schlüssiges Konzept zusammenstellen. „Daher müssen wir das Thema einer Bebauung am ,Werrtor‘ weiter in den Ausschüssen bearbeiten, bis wir hier eine ausgereifte Vorlage erarbeitet haben, die als Grundlage dann für den städtebaulichen Vertrag mit dem Investor dienen wird“, so Scheib weiter.

Er selbst betrachte das Projekt „Am Werrtor“ als Initialzündung und damit auch als Vorbild für eine künftige neue Kooperation der Gemeinde mit möglichen weiteren Investoren an anderer Stelle. Biblis solle mit Selbstbewusstsein und eigenen Ideen für deren Gestaltung wirken und für deren Umsetzung sorgen, so sein Motto für die weitere Planung und Bebauung in der Gemeinde. Daher sollten die Fraktionen nun ihre Vorstellungen zu den einzelnen Themen der Verwaltung schriftlich vorlegen, die daraus einen konkreten Beschlussvorschlag erarbeiten werde.