Gaskraftwerk Biblis kommt voran

Die geplante Anlage soll in einem Jahr einsatzbereit sein. Sie soll den Netzbetreibern eine sichere Stromversorgung gewährleisten.

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BIBLIS. Die Bauarbeiten für das als „Netzstabilitätsanlage“ geplante Gaskraftwerk am Standort Biblis schreiten voran. Mitte der Woche sind laut Mitteilung des Kraftwerkbetreibers RWE die beiden letzten von insgesamt vier Transformatoren in Biblis angekommen.

Die Anlieferung erfolgte aufgrund der Höhe von rund fünf Metern und einem Gewicht von circa 160 Tonnen über den Rhein. Die beiden Großkomponenten werden nun an der Anlegestelle des Kraftwerks mit dem Hafenkran umgeladen und zur Baustelle gebracht. Die beiden ersten Transformatoren sind bereits seit dem 28. September in Biblis. Sie werden benötigt, um den im Bedarfsfall erzeugten Strom in das vorhandene Stromübertragungsnetz einspeisen zu können.

Neben den Gründungs- und Fundamentarbeiten, bei denen es hochwasserbedingt Verzögerungen gab, sind auf der Baustelle bereits die ersten Gebäude für Hilfssysteme und Schaltanlagen zu sehen. Auch der Stromnetzanschluss sowie der Anschluss ans Gasnetz sind bereits weit fortgeschritten. Die Anlage wird eine gesicherte elektrische Leistung von bis zu 300 Megawatt bereitstellen und soll bis zum Oktober 2022 den Betrieb aufnehmen.

RWE Generation hat im November 2020 vom Übertragungsnetzbetreiber Amprion den Zuschlag für den Bau und den Betrieb dieses Gaskraftwerks erhalten. Die Anlage wird nicht dem freien Strommarkt zur Verfügung stehen, sondern ausschließlich auf Anforderung der Netzbetreiber zur Gewährleistung einer sicheren Stromversorgung betrieben werden.