Auf ein Gläschen mit der Weinkönigin

Charlotte Freiberger stellt die Weine ihrer Familie in der Bibliser Gaststätte Bruchweiher vor.Foto: Thorsten Gutschalk  Foto: Thorsten Gutschalk

Königlicher Besuch in der Gaststätte Bruchweiher in Biblis. Die Bergsträßer Weinkönigin Charlotte Freiberger stellte bei einer Weinprobe sechs Weine vom Weingut ihrer...

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BIBLIS. Königlicher Besuch in der Gaststätte Bruchweiher in Biblis. Die Bergsträßer Weinkönigin Charlotte Freiberger stellte bei einer Weinprobe sechs Weine vom Weingut ihrer Familie in Heppenheim vor. „Wir haben öfters solche Proben: Craft-Beer und Whisky, aber auch ab und an Wein. Familie Freiberger ist schon das zweite oder dritte Mal hier“, erzählte Arnika Dörr, seit 20 Jahren Inhaberin der Gaststätte.

30 Gäste waren an den Bruchweiher gekommen, um sich quer durch das Sortiment der Familie Freiberger zu trinken. „Ich werde aber auch Infos über Bergsträßer Weine im Allgemeinen geben“, sagte die amtierende Bergsträßer Weinkönigin.

Einen trockenen Rotwein und fünf Weißweine hatte Charlotte Freiberger aus Heppenheim mit nach Biblis gebracht: drei des neuen Jahrgangs 2016 sowie drei aus dem alten Jahrgang 2015, wie sie erklärte. „Der Spätburgunder spielt bei uns eine besondere Rolle. Wir waren zwar nicht die Ersten, die Spätburgunder an der Bergstraße angepflanzt haben, aber die Ersten, die daraus Rotwein gemacht haben“, erzählte Charlotte Freiberger. Und so wird es seit 1981 gemacht, daher fand der Heppenheimer Stemmler einen Platz in der Jubiläumsserie des Familienunternehmens.

„Die Hessische Bergstraße gehört mit etwa 430 Hektar Anbaufläche zu den kleinsten Weinbaugebieten in Deutschland“, erklärte Freiberger. Etwa die Hälfte der Rebfläche liege in Heppenheim, was die Weinstadt zum größten Weinbaugebiet an der Bergstraße macht.

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Mal etwas säuerlich, mal zuckersüß

Auch der Heppenheimer Chardonnay gehöre zur Burgunder-Familie. Vor einigen Jahren wurde an der Bergstraße ein Versuchsanbau gewagt, damit war er jedoch noch nicht zugelassen. Nach fünf Jahren war es soweit, und seither darf an der Bergstraße Chardonnay angebaut werden, wie die Weinkönigin erklärte. Der aus Heppenheim schmeckt etwas säuerlicher und fand doch viele Interessenten.

An den Tischen begannen rasch Diskussionen darüber, welcher denn nun der beste Wein war. Ein Stemmler Riesling entpuppte sich als geeignet für Diabetiker. Nichts für Menschen mit Diabetes war dagegen ein süßer Ruländer.