Vier Eberstädter Grundschulen erfreuen mit Chorkonzert

Die Eberstädter Grundschüler hatten sich für ihren Auftritt bunte Shirts übergezogen.Foto: Andreas Kelm  Foto: Andreas Kelm

„Singt ein Vogel, jaaaa!“ Die Kinder der vier Eberstädter Grundschulen reagieren begeistert auf die Ankündigung des nächsten Programmpunkts. 120 Mädchen und Jungs der...

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EBERSTADT. „Singt ein Vogel, jaaaa!“ Die Kinder der vier Eberstädter Grundschulen reagieren begeistert auf die Ankündigung des nächsten Programmpunkts. 120 Mädchen und Jungs der Grundschulklassen eins bis vier stehen am dritten März-Sonntag in Blöcken auf den Altarstufen der evangelischen Christuskirche und warten auf den Einsatz ihres Chorleiters.

Jede Schule hat sich bei der Wahl ihrer T-Shirts für eine andere Farbe entschieden – die Andersenschule für Orange, die Frankensteinschule für Grün, die Ludwig-Schwamb-Schule für Türkis und die Wilhelm-Hauff-Schule für Blau. So bunt wie die Shirts ist auch das Programm, das Michael Boettger als Koordinator zusammengestellt hat. Es ging ihm darum, dass die Lieder den Kindern Spaß machen. „Sie sollten etwas mit Verbindung, ja Freundschaft zu tun haben und Lebensfreude vermitteln“, so engageierte der Musiker, der das Chorkonzert der Eberstädter Grundschulen verantwortete.

Am Klavier begleitet vom Rektor der Frankensteinschule, Martin Hennige-Pickl, an der Gitarre von Robert Ostheimer, Musiklehrer der Musikschule Eberstadt, und von Trommlern der Waldorfschule singen die Kinder eine Stunde lang zehn traditionelle Lieder und aktuelle Hits in Form abwechslungsreich einstudierter Kanons. Zum Auftakt gibt es „Singen macht Spaß, Singen tut gut, Singen macht munter, und Singen macht Mut“, gefolgt von dem Gospelsong „Singing all together“.

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Mit Begeisterung in der Stimme sowie ausgeprägter Mimik und Gestik tragen die Kids den aktuellen Radio-Hit „Musik sein“ von Wincent Weiss vor, um anschließend mit dem Friedenslied „Shalom Chaverim“ zu traditionellem Liedgut zurückzukehren. Beim Publikum aus Eltern und Familienangehörigen kommt „Die Geige, sie singet“ besonders gut an – ein Lied, bei dem die kleinen Sänger die vier Instrumente Geige, Klarinette, Trompete und Horn lautmalerisch verkörpern.

Als „besonderen Leckerbissen“ stellt Michael Boettger „M’Sukukhala“, ein südafrikanisches Volkslied auf Zulu, vor, „weil hier zu den Stimmen viele Instrumente kommen“. Zwei Mädchen und ein Junge von der Wilhelm-Hauff-Schule erweitern die instrumentale Begleitung des Beitrags mit ihrem Spiel auf dem Marimba- und dem Vibrafon. „Das rockt die Kirche, oder?“, fragt Boettger lachend die Zuhörer und setzt – ohne eine Antwort abzuwarten – das muntere Programm fort mit dem zeitgenössischen Mark-Forster-Lied „Wir sind groß“ fort, bei dem alle Kinderhände hochgehen.

Trommler-Gruppe beeindruckt

Zwischendurch gibt es mit „Greetings to Hermann“ einen beeindruckenden Vortrag der vierköpfigen Trommler-Gruppe. Den offiziellen Abschluss des Konzerts bildet der ethnische Chorgesang „Adiemus“. Das inoffizielle Finale bestreiten die Schüler gemeinsam mit dem Publikum, indem sie vollmundig im Kanon „Es tönen die Lieder, der Frühling kommt wieder, es spielet der Hirte auf seiner Schalmei“ singen.

Bevor Michael Boettge an die Kinder Gummibärchen verteilt, bedankt sich Melanie Bayer-Blüm vom Förderverein der Frankensteinschule und Organisatorin des Chorkonzerts bei den Musiklehrern.

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Von Sabine Fanny Karpf