Verbesserungen für Darmstadts Osten

Das Umfeld des Ostbahnhofes soll hergerichtet werden. So soll auch der Ein-und Ausgang zur Stadt wie hier entlang der Landgraf-Georg-Straße attraktiver werden. Foto: Guido Schiek

Nach dem Verzicht auf die Landesgartenschau 2022 hält die Stadt weiter an Plänen fest, die das Umfeld des Ostbahnhofes verbessern sollen. Auch eine Brücke für das...

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DARMSTADT. Die Ende Mai 2017 von Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) und Stadtkämmerer André Schellenberg (CDU) mit Blick auf die städtische Haushaltslage gestrichenen Planungen für die Landesgartenschau 2022 sollen dennoch Spuren im Osten der Stadt hinterlassen: „Es war immer die Absicht der Stadt, das Umfeld des Ostbahnhofes herzurichten“, bestätigt der städtische Sprecher Klaus Honold.

Dies sei „auch zur Verbesserung der Verkehrsbeziehungen in den Ostkreis und zur Aufwertung der Stadteingangssituation erforderlich“. Dafür stünden im Topf für das Stadtumbaugebiet Kapellplatz/Ostbahnhof/Woogsviertel vier Millionen Euro zur Verfügung: „Es geht um das Ostbahnhof-Umfeld, was Bestandteil des landschaftsarchitektonischen und freiraumplanerischen Wettbewerbs Landesgartenschau war“, präzisiert der städtische Sprecher das Vorhaben.

Für die Landesgartenschau 2022 hatte Darmstadt im April 2016 den Zuschlag der Landesregierung erhalten.

Durch den Verzicht auf die Ausrichtung der Schau konnten 13,5 Millionen Euro eingespart werden, die auch für Investitionen im Kerngebiet an Rudolf-Mueller-Anlage, Woogsgelände und Rosenhöhe vorgesehen waren.

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Eine Brücke für das Edelsteinviertel

Das Umfeld des Ostbahnhofes gilt als Teil des Realisierungswettbewerbes, den die Stadt für die Umsetzung der Landesgartenschau ausgerufen hatte. Dass die Stadt einige wichtige Investitionsvorhaben weiterverfolgen würde, hatte der Oberbürgermeister schon unmittelbar nach dem Aus für die Landesgartenschau betont: Neben der Neugestaltung des Ostbahnhofs und seines Umfeldes bleibe auch der Bau einer Brücke über die Odenwaldbahn als Fußweg ins Edelsteinviertel ein Thema.

Dass diese Brücke noch immer Bestandteil der Planung ist, bestätigte am Dienstag noch einmal Daniel Klose von der städtischen Pressestelle: „Zur Stärkung der städtischen Nahmobilität soll das Edelsteinviertel besser im Fuß-und Radverkehr angebunden werden. Dies betrifft die Anbindung an den westlich der Bahnstrecke gelegenen Teil der Stadt über den Bahnübergang am Botanischen Garten. Der Bahnübergang am Botanischen Garten (Schnittspahnstraße) über die Odenwaldbahn ist eine ungesicherte und beengte Querungsmöglichkeit der Bahntrasse für den Fuß-und Radverkehr. Sie soll künftig durch eine nahe gelegene Brücke ersetzt werden“, erläuterte Klose den aktuellen Stand.

Sobald die städtischen Gremien über die Planungen für Darmstadts Osten entschieden haben, soll nach Angaben der Stadt das Verhandlungsverfahren mit den ersten drei Preisträgern aufgenommen werden, um das Projekt anzugehen. „Die Kosten sind noch nicht beziffert, weil das erst durchgeplant werden muss“, erläutert Stadt-Sprecher Honold. Im nächsten Jahr könne der Planungsauftrag vergeben werden, heißt es aus dem Rathaus.

Von Frank Horneff