UPDATE: Menschenmenge greift Polizisten an - Ausschreitungen...

aus Schlossgrabenfest

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Randale am Willy-Brandt-Platz. In der Nacht zum Sonntag kam es zu Ausschreitungen im Herrngarten, 15 Polizisten wurden verletzt. Foto: Hübner/Ulrich

Nach Ende des Schlossgrabenfestes wurden Einsatzkräfte von Menschenmenge attackiert. Mindestens 15 Polizisten wurden dabei verletzt. Die Beamten nahmen mehr als 100...

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DARMSTADT. Mit Entsetzen und dem Ruf nach konsequenten Strafen haben am Sonntag Politiker, der Darmstädter Polizeipräsident und Polizeigewerkschafter auf die massiven Angriffe auf Polizeibeamte am Rande des Schlossgrabenfestes in Darmstadt reagiert. In der Nacht zum Sonntag hatte um kurz nach zwei Uhr eine Menschenmenge im Darmstädter Stadtpark, dem Herrngarten, Polizisten angegriffen.

Es gab mehr als 100 Festnahmen, 15 Polizisten wurden verletzt. "Hinter dem sehr massiven Angriff steckt nach jetzigem Stand unserer Ermittlungen keine Strategie und kein Plan, unsere Kollegen gezielt anzugreifen," sagte Bernd Hochstädter, Sprecher der Polizei in Darmstadt, am Sonntag.

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Zunächst seien Polizisten wegen eines Streits unter Jugendlichen in den Herrngarten gerufen worden. Die Situation sei eskaliert, mehrere "äußerst gewaltbereite, vorwiegend Jugendliche haben unsere Kollegen angegriffen und mit Flaschen beworfen", berichtete Hochstädter.

03.06.2018: Krawalle im Herrngarten.
03.06.2018: Krawalle im Herrngarten.
03.06.2018: Krawalle im Herrngarten.
03.06.2018: Krawalle im Herrngarten.
03.06.2018: Krawalle im Herrngarten.
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03.06.2018: Krawalle im Herrngarten.
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03.06.2018: Krawalle im Herrngarten.
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03.06.2018: Krawalle im Herrngarten.
03.06.2018: Krawalle im Herrngarten.
03.06.2018: Krawalle im Herrngarten.
03.06.2018: Krawalle im Herrngarten.
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03.06.2018: Krawalle im Herrngarten.
03.06.2018: Krawalle im Herrngarten.
03.06.2018: Krawalle im Herrngarten.
03.06.2018: Krawalle im Herrngarten.
03.06.2018: Krawalle im Herrngarten.

Gewerkschaft der Polizei verurteilten die Angriffe

Der Herrngarten gehört nicht zum Festivalgelände, grenzt aber unmittelbar daran an. Auf dem Fest sind Getränkeflaschen verboten. "Es waren vorwiegend Männer, aber auch einige Frauen unter den Angreifern", so der Polizeisprecher weiter. "Es waren überwiegend Deutsche, und es war auch Alkohol im Spiel". Die Angreifer hatten sich teilweise vermummt.

Polizeipräsident Bernhard Lammel hatte sich noch in der Nacht vor Ort über das Geschehen informiert. "Solch ein Gewaltausbruch ist mit nichts zu rechtfertigen", zeigte sich Lammel betroffen. Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) forderte harte Strafen für die mutmaßlichen Täter. "Diese Tat stellt nicht nur einen ungeheuerlichen Angriff gegen die eingesetzten Beamtinnen und Beamten dar; es ist zugleich auch ein Angriff gegen unseren Rechtsstaat und unsere Gesellschaft", sagte Beuth.

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Auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP) und die Deutsche Polizeigewerkschaft verurteilten die Angriffe und forderten Konsequenzen. Andreas Grün, Landesvorsitzender der GdP, forderte am Sonntag "klare Zeichen von Politik und Justiz". Es müsse "endlich deutlich werden, dass Angriffe auf Polizisten keine Bagatellen sind".

Organisatoren des Schlossgrabenfests sind "traurig und wütend"

Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) zeigte sich betroffen von den Ereignissen. Er forderte "harte Konsequenzen". Partsch: "Das war ein Angriff auf uns alle: Polizisten, die für unsere Sicherheit sorgen und Bewahrer unserer Freiheit sind, werden angegriffen. Sie gilt es, zu schützen."

Die Organisatoren des Schlossgrabenfests, Thiemo Gutfried und Frank Grossmann, zeigten sich "traurig und wütend darüber, was gewalttätige und hirnlose Idioten da außerhalb unseres Festes und nach Schluss unseres Programms in der Nacht zum Sonntag veranstaltet haben". Das Fest ging am Sonntagabend wie geplant zu Ende.

Lange Nacht für die Einsatzkräfte

"Wir wurden aus dem Dunkeln mit Flaschen und anderen Gegenständen beworfen", so die ersten Aussagen von Einsatzkräften am Schlossgrabenfest in Darmstadt "... das war Krieg, unvorstellbare Gewalt stand uns gegenüber". Die Angreifer waren laut Hochstädter teilweise vermummt. Die Situation eskalierte, stundenlang waren Herrngarten, Willy-Brandt-Platz, Mathildenplatz und Schleiermacherstraße im Ausnahmezustand: Fliegende Glasflaschen, ein kreisender Hubschrauber, hunderte Polizisten, zahlreiche Streifen- und Rettungswagen und skandierende Menschen - "A...C...A...B" - (All Cops are Bastards, alle Polizisten sind Schweine).

Mehrere hundert Randalierer gegen die Einsatzkräfte der Polizei und mehrere verletzte Polizisten hatte der Polizeiführer vom Dienst gegen 2.30 Uhr auf Anfrage gemeldet. Da stand der Polizeihubschrauber schon über der Innenstadt. "An Ihrer Stelle würde ich den Willy-Brandt-Platz meiden", sagte ein Polizist in Zivil. Passanten wurden aufgefordert, hier nicht weiterzugehen. Blaulicht auf der Frankfurter Straße, der Bismarckstraße, am Mathildenplatz, Polizisten mit Helmen und Schilden, am Straßenrand standen zahlreiche Schaulustige, dazwischen aggressive junge Männer, der Suchscheinwerfer des Hubschraubers, die Situation war bedrohlich. Immer wieder zerschellten Flaschen an geparkten Polizeiautos, ein Scherbenmeer auch im Herrngarten.

Gegen halb vier war der Herrngarten geräumt. Die Polizei hatte auf Nord- und Südseite des Willy-Brandt-Platzes eine Kette gebildet. Die Einsatzkräfte auf der Nordseite schoben einen harten Kern an Randalierern vor sich her und die Frankfurter Straße entlang, weg vom Herrngarten. Um 4.10 Uhr drehte der Polizeihubschrauber zunächst ab, kam aber zwanzig Minuten später wieder. Um 5 Uhr sagte Polizeisprecher Hochstädter, der Einsatz sei noch nicht beendet. Kurz zuvor war die Feuerwehr im Einsatz, um einen Altkleidercontainer in der Emilstraße zu löschen, der angezündet worden war.

Aus allen Bereichen wurden sämtlich verfügbare Kräfte nach Darmstadt geholt, so die Polizei.

Die Polizei in Darmstadt war auch am Sonntag gegen 11 Uhr noch im Einsatz und hat die Frankfurter Straße zwischen Rhönring und Willy-Brandt-Platz gesperrt.