Street-Art-Künstler sprayen live in Darmstadt

Street Art und Graffiti sind die aktuellste Übersetzung von Felskunst und Höhlenmalerei. Mit einer „Urknall Jam“ erweitert das Landesmuseum seine aktuelle Ausstellung. Foto: Sascha Lotz

Street Art und Graffiti sind die aktuellste Übersetzung von Felskunst und Höhlenmalerei. Mit einer „Urknall Jam“ erweitert das Landesmuseum seine aktuelle Ausstellung.

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DARMSTADT. (red). Durch den „Urknall Jam“ am Samstag, 29. April, von 14 bis 23 Uhr erweitert das Hessische Landesmuseum die aktuelle Sonderausstellung „Urknall der Kunst. Moderne trifft Vorzeit“ bis in die künstlerische Gegenwart. Eingebettet in die Atmosphäre eines lockeren Open-Air-Jams bietet das Event sechs Street-Art-Künstlern und Künstlerinnen die Möglichkeit, ihre Kunst öffentlichkeitswirksam und im musealen Kontext vor dem Museum zu präsentieren.

Die Auswahl der Künstler und ihrer Motive erfolgte erstmals mit einem öffentlichen Aufruf über die Onlineplattform nextmuseum.io. Alle Interessierten konnten dort ihre Entwürfe einreichen, und das Publikum hat darüber abgestimmt. Am Eventtag werden die nach 5400 Stimmabgaben ausgewählten Motive von den lokalen und überregionalen Künstlern an sechs Stellwände live gesprayt. Diese bleiben bis zum Ende der Ausstellung am 25. Juni stehen.

Der Jam entstand in Zusammenarbeit mit dem Team vom Verein Lincoln Wall. Am Eventtag sorgen Berry’s Café Bar, Hussen’s Falafel und Thildas Eis für Verpflegung sowie DJ Steevott für die Musik. Das Museumscafé „Herzblut und Zinke“ bietet Kaffee und Kuchen.

Wo liegt der Ursprung der Kunst? Dieser Frage ging nicht nur der deutsche Ethnologe Leo Frobenius Anfang des 20. Jahrhundert nach. Die einzigartigen Felsbildkopien, die auf seinen weltweiten Expeditionen entstanden, waren ein Schlüsselerlebnis für die Künstler der Moderne.

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Die Ausstellung „Urknall der Kunst“ in Kooperation mit dem Frobenius-Institut Frankfurt und geht dieser künstlerischen Auseinandersetzung erneut nach. Sie bringt sieben Positionen der Klassischen Moderne in einen Dialog mit den Felsbildern der Vorzeit: Joseph Beuys, Joan Miró, Paul Klee, Pablo Picasso, Hans Arp, Willi Baumeister und André Masson.

Zwischen 15 und 17 Uhr kostet der Eintritt in die Ausstellung reduziert 6 Euro.