Spende ans Hospiz in Darmstadt für jede FFP2-Maske

Der Apotheker Thomas Wickop will an den Schutzmasken nichts verdienen. Auch zwei weitere Apotheken spenden.

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DARMSTADT. (bif). Apotheker Thomas Wickop ärgert sich seit Monaten über die bundesweite Apotheken-Berichterstattung. Zuletzt ging es darum, dass die Apotheker sechs Euro pro FFP2-Maske vom Staat erhalten und dennoch dafür noch immer mehr Geld verlangen als die Supermärkte, die mit einem Euro Verkaufspreis an den Start gehen.

Zwar galt das nur für die erste Zeit der Masken-Gutscheine für Risikopatienten, und damals waren Masken auch im Einkauf deutlich teurer als heute – aber offenbar hat sich der Betrag in den Köpfen festgesetzt. Inzwischen zahlt der Bund noch 3,30 Euro pro Maske an die Apotheken.

Jedenfalls beschloss Wickop, mit dem Verkauf von FFP2-Masken erkennbar kein Geld mehr verdienen zu wollen. Das Stück wird für einen Euro verkauft und der Gewinn an die Darmstädter Hospizarbeit gespendet – inklusive der zwei Euro Eigenbeteiligung. Der Einhorn-Apotheker schrieb einen Brief an seine Kollegen im Umfeld und erhielt Rückmeldung von der Apotheke an der Mathildenhöhe und der Stern-Apotheke. Auch dort wird gespendet.

Sie hätten schon früh darauf hingewiesen, dass nur FFP2-Masken und OP-Masken sinnvoll seien, sagt Wickop. Seit Dezember gebe die Politik den Apothekern recht. Nachdem der Markt zunächst leergekauft war – Wickop fuhr im Dezember an einem Sonntag ins Ruhrgebiet, um eine Ladung nach Darmstadt zu bringen und termingerecht ausgeben zu können – seien die Apotheken jetzt in der Lage, FFP2-Masken „zumal in größerer Menge recht günstig einzukaufen und entsprechend weiterzugeben“, sagt er. Diesen Preisvorteil gebe er „unter Gewährung entsprechender Qualität und eines adäquaten Beratungsangebotes“ gerne weiter.

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Die Beratung gibt es im Supermarkt nicht. Wickop überprüft obendrein jede Charge auf eine gültige Zertifizierung. Schon seit einem Jahr, sagt er, versuchten Apotheken die Bevölkerung bestmöglich zu unterstützen und zu versorgen.