Rhein-Mainisches Gardetreffen und Rathaussturm in Darmstadt

Der Darmstädter Rathausschlüssel ist fest in Narrenhand. Oberbürgermeister Jochen Partsch hat angesichts der geballten Macht des Darmstädter Gardecorps einfach aufgegeben. Foto: Andreas Kelm

Erst Rathaussturm, dann Gardetreffen: Am Samstag waren in der Innenstadt die Fastnachter los und übernahmen prompt die Herrschaft über das Rathaus.

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DARMSTADT. Der Himmel ist grau über Darmstadts Innenstadt, ein kalter Wind weht und trägt ferne "Hä Hopp!"- und Helau-Rufe durch die Fußgängerzone. So düster die Wolken auch sein mögen, umso bunter sind an diesem Samstagmittag die Menschen auf den Straßen. Am Rand der Elisabethenstraße stehen sie vor den Geschäften, die Darmstädter Narren, entweder unauffällig in Winterjacke und Mütze, verkleidet - etwa als Eisprinzessin oder Pandabär - oder ganz traditionell mit bunter Narrenkappe. Sie alle warten darauf, dass die noch fernen Marschklänge lauter werden und der Zug des 58. Rhein-Mainischen Gardetreffens von der Wilhelminenstraße aus um die Ecke biegt.

Die Narren haben Darmstadt fest in der Hand: Beim 58. Rhein-Mainischen Gardetreffen ziehen die Karnevalisten durch die Darmstädter Straßen und stürmen anschließend das Rathaus.
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Vorsitzender der Interessengemeinschaft Darmstädter Karneval, Jürgen Keinz, steht mit anderen Vertretern und Sitzungspräsidenten der Darmstädter Karnevalvereine auf der Ehrentribüne und verkündet nach einer Weile, dass bisher noch keine politischen Vertreter eingetroffen seien. "Die müssen noch ihre Festung einrichten, um dem Sturm der 1000 Narren standzuhalten", schmunzelt er. Weil sich das Konzept im vergangenen Jahr bewährt hatte, liegen Gardetreffen und Rathaussturm auch diesmal wieder zusammen. Dieses Jahr zankt Oberbürgermeister Jochen Partsch zum elften Mal wortreich vom Heag-Balkon aus mit dem Narrenvolk auf dem Platz um die Herrschaft der Stadt.

Kostüme, Konfetti und Cordula Grün

Zum Neuen Rathaus im Carree also zieht es den Umzug, der gegen halb eins um die Ecke biegt und die Straße mit rot-weißen, grünen und blauen Uniformen, Federbüschen, Blaskapellen und Rufen erfüllt. Es wird getrötet, die "Stallkrawaller" aus Bad Vilbel geben in Drachenkostümen ein instrumentales "Cordula Grün" zum Besten, ein Knall ertönt und Konfetti fliegt durch die Luft. Während der Zug vorbeizieht, stellt Jürgen Keinz die jeweiligen Vereine vor. Vertreter aus Arheilgen sind dabei, Erzhausen, der Heimstätten-Siedlung oder Bessungen.

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Der leichte Regen trübt die Narrenfreude nicht, Passanten bleiben stehen und beobachten den bunten und lauten Zug, der in die Luisenstraße abbiegt und Richtung Carree verschwindet. Dort tummelt sich auf dem Vorplatz schließlich die ganze Narrenschar. Bunte Kappen schieben sich durch das Gedränge, Orden klimpern, die Standartenträger recken die Fahnen in die Höhe, die Sonne ist wieder herausgekommen.

Oberbürgermeister aus dem Rathaus locken

Erster Vorsitzender der Interessengemeinschaft Darmstädter Karneval, Stephan Krüger, führt auf der Bühne durchs Programm und kündigt an: "Wir begeben uns auf Position, mal schauen, ob der OB bereit ist, das Rathaus zu verteidigen." Doch der Oberbürgermeister lässt auf sich warten. Um ihn aus dem Rathaus zu locken, geben die Blaskapellen noch ein Ständchen zum Besten. Schließlich erblickt Krüger "wallendes weißes Haupthaar" auf dem Heag-Balkon und als Oberbürgermeister Jochen Partsch hinaustritt, Mitglieder des Darmstädter Magistrats zur Unterstützung neben sich, wird er mit herzhaften Buh-Rufen und Getröte empfangen.

"Wir stürmen hier heute, und ich bin optimistisch, erfolgreich dein Rathaus, denn das ist uns wichtig", eröffnet Stephan Krüger das alljährliche Wortgefecht. Doch so einfach gibt sich Partsch nicht geschlagen. Selbst den mehrfachen Kanonendonner kontert er schlicht mit "Ihr kommt nicht ins Haus" und verkündet: "Ihr geht besser schlafen, die Fastnacht fällt aus." Der Oberbürgermeister sei dieses Jahr "ein ganzer harter Brocken", müssen die Karnevalisten zugeben und greifen zu anderen Mitteln. Gegen einen Kuss von den "liebreizenden Gardemädchen" lenkt Partsch schließlich ein und lässt unter Applaus den großen, silbernen Schlüssel vom Balkon herab. Bis Aschermittwoch will Partsch sich jetzt zurückziehen. Die Herrschaft kann er getrost den Narren überlassen. "Dass die Fastnacht gut wird, da mach ich mir kein' Kopp, denn die Darmstädter Fastnacht ist einfach nur top."