Björn Semrau tritt für Piraten bei Darmstädter OB-Wahl an

aus OB-Wahl in Darmstadt

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Björn Semrau tritt für die Piratenpartei zur Darmstädter OB-Wahl am 19. März an.

Der 43-Jährige wurde von seiner Partei einstimmig nominiert. Er ist der 13. Kandidat. Darmstadt hatte seit Einführung der Direktwahl noch nie eine derart große Zahl an Bewerbern.

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Darmstadt. Und hier kommt noch einer: Auch die Piratenpartei hat einen Oberbürgermeisterkandidaten für Darmstadt aufgestellt: Björn Semrau ist 43 Jahre alt, gehört zu den Gründungsmitgliedern der Bundespartei und des Kreisverbands Darmstadt, war zwei Jahre lang politischer Geschäftsführer für die Piraten in Berlin und ist heute Kreisverbandsvorsitzender. Bei einem Parteitag am Wochenende wurde er laut Pressemitteilung einstimmig nominiert.

Der Organisations- und Koordinierungsmanager Semrau ist der 13. Kandidat für die Oberbürgermeisterwahl am 19. März, zu der Amtsinhaber Jochen Partsch (Grüne) nicht mehr antritt. Neben den drei hauptamtlichen Dezernenten Michael Kolmer (Grüne), Paul Wandrey (CDU) und Holger Klötzner (Volt) stellen sich Hanno Benz für die SPD, Kerstin Lau für Uffbasse, Uli Franke für die Linkspartei, Gerburg Hesse-Hanbuch für die FDP, Mirko Steiner für Die Partei, Michael Ziemek für die Wählergemeinschaft Darmstadt (WGD) und Harry Uhl für die Freien Wähler sowie die beiden unabhängigen Kandidaten Thorsten Przygoda und Rüdiger Gilbert zur Wahl – letzterer allerdings nur, wenn er die 142 geforderten Unterschriften zusammenbringt. Nun kommt Semrau für die Piraten noch dazu.

Die Meldefrist für die OB-Wahl endet erst am 9. Januar. Bis dahin können weitere Kandidatinnen und Kandidaten nominiert werden. Seit Einführung der Oberbürgermeister-Direktwahlen in Hessen 1993 gab es noch nie so so viele Kandidaten. Und auch noch nie so viele männliche Bewerber. Tatsächlich ist der Anteil weiblicher Kandidaten mit 2 : 11 bislang historisch niedrig.

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Als OB-Kandidat aufstellen lassen kann sich jedes Mitglied einer Partei oder Wählervereinigung. Es ist auch zulässig, eine Wählervereinigung zu gründen, um einen Kandidaten zu küren. Ohne den institutionellen Rückhalt können sich unabhängige Kandidaten aufstellen lassen, die das öffentliche Interesse an ihrer Kandidatur mit einer Unterschriftenliste nachweisen können. In Darmstadt sind das 142 Unterschriften – doppelt soviele wie Mitglieder im Stadtparlament.