Keines Heinerfest im Juli?

Heimatverein plant abgespeckte Version des Innenstadtrummels – allerdings mit Einlasskontrolle.

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DARMSTADT. Der Heimatverein Darmstädter Heiner plant derzeit eine kleine Version des Heinerfests am ersten Juli-Wochenende. „Unsere Planung sieht vor, dass wir den Marktplatz, den Friedens- und den Karolinenplatz bespielen wollen und somit die Sehnsucht der Darmstädter nach gemeinsamem Feiern ein wenig stillen können“, so Wolfgang Koehler.

Zwar sieht der Vorsitzende des Heimatvereins keine Chance auf ein Fest in „gewohnter Ausdehnung, Art und Weise“. So werde man alle Besucher kontrollieren, bevor sie das Festgelände betreten. Sie müssten entweder geimpft sein oder einen negativen Schnelltest vorlegen. Wenn dies der Fall sei, „sehe ich keinen Grund, das Fest erneut komplett ausfallen zu lassen.“

Am 20. April hat der Heimatverein ein Gespräch mit Oberbürgermeister Jochen Partsch. „Wenn die Politik zu diesem Zeitpunkt der abgespeckten Version zustimmt, dann sind wir entschlossen, das Heinerfest auch umzusetzen.“ Seinen Optimismus zieht Koehler aus einer Rechnung, die der OB selbst aufmacht: Wenn man 1000 Darmstädter pro Tag impft, und es bis zu Festbeginn noch rund 100 Tage sind, „dann haben wir bis Anfang Juli nochmals 100 000 Geimpfte in der Stadt“, sagt Koehler.

Klar sei aber auch, dass im Falle eines Fests Hygienemaßnahmen ergriffen und klare Regeln für den Betrieb gelten müssten. So werde es lediglich drei, vier Imbissbetriebe und einen Biergarten geben, in dem die Gäste nur im Sitzen Speisen und Getränke konsumieren könnten.

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Bei allem Optimismus betont der Heinerfestpräsident, man werde nichts übers Knie brechen. Gleichwohl wolle man alles daran setzen, die Tradition fortzusetzen. „Das sind wir den Heinern, die ihre Stadt lieben, schuldig.“