In Darmstadt sind alle Intensivbetten belegt

aus Coronavirus-Pandemie

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Schwere Corona-Fälle müssen auf die 40 noch freien Plätze in Hessen verlegt werden, etwa nach Fulda oder Kassel

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DARMSTADT. (bif). Im Versorgungsgebiet 6 (Darmstadt) sind alle Covid-19-Intensivbetten belegt. Schon am Dienstag hatte das Klinikum angekündigt, alle planbaren Operationen zu verschieben. Im Krisenstab am Mittwoch wurde die Lage in den Darmstädter Krankenhäusern als „extrem angespannt“ bezeichnet. Weitere Corona-Patienten, die intensivmedizinisch behandelt werden müssen, werden in die 40 derzeit noch freien Betten in Hessen, etwa in Fulda oder Kassel, verlegt, heißt es in der Mitteilung der Stadt.

Auf Normal- und Intensivstation befinden sich aktuell im Klinikum 42 beziehungsweise 13 Covid-Patienten, im Elisabethenstift 31 und vier. Das Alice-Hospital betreut sieben Patienten, die Kinderkliniken haben keinen aktuellen Fall. Grund für die extrem angespannte Lage sind laut Mitteilung neben den weiter stark steigenden Einweisungen auch die hohen Infektionsraten unter den Mitarbeitern. Sie lägen deutlich über denen im Frühjahr.

Für Mittwoch meldet das Gesundheitsamt 25 neue Fälle in Darmstadt (Stand 9. Dezember, 12 Uhr). Kumuliert sind das seit Beginn der Pandemie 2317. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 125,1. „Der Verlauf ähnelt dem in der vergangenen Woche, es ist kein Rückgang zu beobachten“, heißt es in der Mitteilung.

„Es ist von immenser Bedeutung, dass wir uns an alle bekannten Hygiene- und Kontaktbeschränkungsregeln halten“, appelliert Oberbürgermeister Jochen Partsch erneut. Die Warnungen der Wissenschaft und der Krankenhäuser müssten ernst genommen werden. „Es geht darum, in unser aller Interesse, dass unser Gesundheitssystem weiter gut funktioniert und leistungsfähig bleibt.“

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Allerdings stünde Darmstadt im Vergleich zu anderen hessischen Städten relativ besser da, räumte der OB ein. Das müsse Ansporn sein, vernünftig zu bleiben. Vernunft und umsichtiges Verhalten führten zu einer etwas besseren Situation für alle.