Daumen drücken für die Künstlerkolonie

Michelle Müntefering, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, war in Darmstadt zu Besuch. Gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Bijan Kaffenberger besichtigte sie die Mathildenhöhe.

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DARMSTADT. (red). Für die Mathildenhöhe läuft aktuell die Bewerbung als Weltkulturerbe bei der Unesco. Dies war Anlass für Michelle Müntefering, Staatsministerin für Internationale Kulturpolitik im Auswärtigem Amt, sich gemeinsam mit dem SPD-Landtagsabgeordneten Bijan Kaffenberger vor Ort umzuschauen.

„Ich bin nach Darmstadt gekommen, weil ich mir selbst ein Bild machen wollte von der Künstlerkolonie Mathildenhöhe, die wichtige Impulse für die Entwicklung der Moderne gesetzt hat“, so Müntefering. „Kunst verfolgte hier immer auch einen gesellschaftlichen Auftrag, stand im Zeichen von Vernetzung und Austausch.“

Auf der nächsten Sitzung des Welterbekomitees werde über den Antrag der Mathildenhöhe als Unesco-Welterbe entschieden und Müntefering „drückt die Daumen“. Das hofft auch Bijan Kaffenberger: „Sollte die Mathildenhöhe Weltkulturerbe werden, ist es sinnvoll, dass Stadt und Landkreis ihr Welterbe gemeinsam touristisch vermarkten. Weltnatur- und Weltkultur so nah beieinander, das gibt es sonst nirgendwo.“

Besucht wurde auch das Nationale Forschungszentrum für angewandte Cybersicherheit „Athene“. Dort arbeiten mehr als 500 Wissenschaftler von Unis und Forschungsinstituten an Projekten. Die Politiker haben darüber diskutiert, wie wichtig die Entwicklung eigener europäischer Soft- und Hardware für unsere digitale Souveränität und den Datenschutz ist.

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„Nur, wenn wir eigene Software entwickeln und wieder Chips produzieren, kann es uns langfristig gelingen weniger abhängig von amerikanischen oder chinesischen Systemen zu sein“, so Kaffenberger. „Dazu braucht es innovative Forschung und Entwicklung aber auch technisches Know-how in der Produktion. All diese Voraussetzungen bringt unsere Region mit.“

Zum Schluss waren die Staatsministerin und der Landtagsabgeordnete bei der ESOC zu Besuch. Dort wurde besonders die Bedeutung von Aufnahmen der von ESOC gesteuerten Satelliten zur frühzeitigen Erkennung von Dürreperioden oder Umweltkatastrophen deutlich „Der Tag hat mir wieder einmal gezeigt: Unsere Region hat kulturell und wissenschaftlich einiges zu bieten“, betont Kaffenberger.