Darmstädter SPD lobt Papier zur Verkehrswende

Nach Ansicht des Stadtverordneten Tim Huß eröffnet der Vorschlag der Bürgerinitiative Pro Lichtwiese „neue Perspektiven“.

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DARMSTADT. Die SPD Darmstadt und der Landtagsabgeordnete Bijan Kaffenberger (SPD) bewerten das von der Darmstädter Bürgerinitiative (BI) Pro Lichtwiese vorgelegte Strategie-Papier zur „Verkehrswende Darmstadt-Ost“ als einen spannenden Beitrag zur laufenden Debatte um die Anbindung des Ostkreises und die Entwicklung des innerstädtischen ÖPNV in Darmstadt (wir haben berichtet).

„Fast alle wollen eine Straßenbahn nach Groß-Zimmern, und die Bürgerinitiative legt eine konkrete Option vor, bei der sogar die Lichtwiese ohne Grünverlust angebunden wird“, so der Darmstädter SPD-Stadtverordnete Tim Huß.

Stadt soll zügig kleinere Schritte umsetzen

„Neben Udo Niepers Vorschlag eines Autobahnhofes sowie der Straßen- beziehungsweise Seilbahn haben wir damit ein weiteres Konzept, das reale Perspektiven eröffnet. Das alles schreit nach echten Entscheidungen auf dem Verkehrsgipfel zwischen Stadt und Landkreis“, so Huß.

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Da eine Änderung der Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU) in den Sternen stehe, würde bei dem vorliegenden Konzept bereits ein Teil der Straßenbahn Richtung Osten gebaut werden. Ob künftig dann Busse, eine Bahn oder die Seilbahn zum „Mobipunkt“ am Ostbahnhof führt, könne dann in einem zweiten Schritt geklärt werden. „Es wäre sehr schade, wenn die Stadt nicht zügig wenigstens kleinere Schritte umsetzt. Sollten nämlich am Ende die Kriterien der NKU nicht, beziehungsweise nicht ausreichend geändert werden, heißt es sonst ‘im Osten nichts Neues‘“, so der SPD-Landtagsabgeordnete Bijan Kaffenberger.

Besonders die Idee einer „Nordost-Umgehung auf der Schiene“ begrüßt Kaffenberger. „Von Roßdorf aus ohne Umstieg mit der verlängerten S4 direkt nach Frankfurt, das klingt verlockend und würde das ÖPNV-Angebot verbessern.“

Klar ist für die Sozialdemokraten auch, dass die Menschen im Woogsviertel mitgenommen werden müssen. „Die Straßenbahn schafft Chancen, aber auch Risiken und Sorgen“, sagt Huß. „Daher brauchen wir hier Bürgerbeteiligung schon im Planungsprozess.“