Darmstädter Kater mit Facebookgruppe

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Streuner mit riesigem Innenstadtrevier und riesiger Fangemeinde: Kater Einstein hat es zu einer eigenen Facebookgruppe gebracht – hunderte Mitglieder innerhalb von Tagen. Screenshot: VRM

Er ist bekannt wie ein bunter Hund: Kater Einsteins Facebookauftritt verzeichnet riesigen Zuspruch innerhalb von zwei Tagen.

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DARMSTADT. Im Musical „Cats“ von Andrew Lloyd Webber kommen die unterschiedlichsten Katzen zu Wort, in Darmstadt dreht sich derzeit alles um eine einzige Mieze. Wenn das helle Fellknäuel mit dem weißen Bauch und grünen Augen auf der Straßenseite entdeckt wird, werden die Handys gezückt. Bisher hat der junge Kater Einstein zwar noch nicht gesungen, aber alle wollen dabei sein, wenn er die Stadt unsicher macht.

Am Samstagabend wurde die Facebookgruppe „Einstein der Stadtkater“ erstellt, und innerhalb von 48 Stunden stieg die Zahl auf mehr als 760 Mitglieder. „Cats“ kann einpacken gegen das Zusammentreffen der Katzen, Kater und menschlichen Katzenfreunde zu Ehren des Stadtkaters.

Er ist Stammgast in der Krone und ließ auch das Heinerfest nicht aus

Heimatlos und besitzerlos ist Einstein wohl nicht, er stammt vermutlich aus dem Martinsviertel. Laut einer früheren Tasso-Suchmeldung ist er eine Norwegische Waldkatze und Ende März 2017 geboren.

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„Der Promi auf vier Pfoten“, wie ein Mitglied den Kater auf Facebook nennt, wird nun auf seinen Abenteuern unterstützt. Sein Revier liegt rund um den Herrngarten. Er stromert unerschrocken herum, guckt sich in Geschäften um und lässt sich streicheln. Als Stammgast wurde er mehrmals in der Krone gesichtet und war auch schon zu Besuch beim Blutspendezentrum. Er kommt häufig am Marktplatz und an den Schlosshaltestellen vorbei.

Leichtfüßig schlendert er die Wilhelminenstraße hoch und schaut sich das Kinoprogramm vom Citydome an. Oder er räkelt sich auf der Ledercouch im K&K im Carree. Selbst das Heinerfest ließ er nicht aus. Im vergangenen Jahr wurde er von Polizisten aus dem Weihnachtsmarkttrubel gerettet, wie ein Mitglied erzählt. Einem anderen ist der Stadtkater schon vors Auto gelaufen, doch zum Glück ist nichts passiert.

Facebook-Gruppe wächst schnell

Und darum geht es. Die Geschichten rund um die Samtpfote miteinander auszutauschen. Katzenbilder werden immer gern gesehen und die Grüße von Einsteins virtuellen, tierischen Freunden nehmen vorerst kein Ende. Laut ihren Besitzern freuen sie sich schon darauf, mit Einstein spielen zu können, wenn er bei ihnen vorbeischaut.

Und kaum eingerichtet, ist in der Facebookgruppe auch schon die Diskussion ausgebrochen, ob überhaupt Fotos von anderen Katzen gepostet werden dürfen. Es soll ja eigentlich nur um Einstein gehen.

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Mit dieser Community hat der Kleine auf jeden Fall viele neue Bodyguards. Was aus der Gruppe wird, liegt vor allem an den Mitgliedern, schreibt der Initiator.

Wo sich Einstein bei seinem nächsten Spaziergang blicken lassen wird, weiß nur er. Bis dahin können wir uns ihn auf Facebook angucken.