Broschüre für die Waldkolonie

(red). Die Stadt gibt eine Broschüre zur erweiterten Gesamtanlage der Waldkolonie heraus. Sie erscheint am kommenen Montag und wird dann an die Haushalte in der Waldkolonie...

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WALDKOLONIE. (red). Die Stadt gibt eine Broschüre zur erweiterten Gesamtanlage der Waldkolonie heraus. Sie erscheint am kommenen Montag und wird dann an die Haushalte in der Waldkolonie verteilt. „Die Zusammenstellung soll einen ersten Überblick geben, was künftig bei einer Sanierung zu beachten ist, welche Vorteile, aber auch welche Pflichten Denkmaleigentümer haben, und wer beratend zur Seite steht“, erläutert dazu Stadträtin Barbara Boczek.

Die Siedlung entstand nach dem Ersten Weltkrieg aus dem Bedürfnis heraus, der drückenden Wohnungsnot in einer Weise zu begegnen, die anders als in den so genannten Mietskasernen ein individuelles Leben ermöglicht. Der Wunsch nach einem Eigenheim mit Garten bei tragbaren Kosten und mit finanzieller Unterstützung durch die öffentliche Hand wurde im Westen Darmstadts verwirklicht. Als Zeugnis einer Stadterweiterung der 1920er Jahre nach den Prinzipien genossenschaftlicher Ideen der Lebensreformbewegung steht sie unter Denkmalschutz.

Denkmalschutz und Denkmalpflege haben die Aufgabe, die Kulturdenkmäler als Quellen und Zeugnisse menschlicher Geschichte und Entwicklung zu schützen und für die Zukunft zu erhalten, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Das bedeute, dass viele Maßnahmen innerhalb der Gesamtanlage einer denkmalschutzrechtlichen Genehmigung bedürfen.

Nachverdichtung sind enge Grenzen gesetzt

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Ziel der Denkmalpflege sei es nun, gemeinsam mit den Eigentümern die wesentlichen Merkmale der Gesamtsiedlung einschließlich seiner Freiflächen, zu erhalten und zu stärken. Dies setze einer Nachverdichtung enge Grenzen, das Erschließungskonzept müsse erhalten bleiben, die Abmessung und Kubatur der Gebäude einschließlich Satteldach und der teilweise noch vorhandenen rückwärtigen Schuppen seien zu erhalten. „Für mögliche Anbauten oder außen liegende Einrichtungen, wie etwa Satelliten- und Fotovoltaikanlagen, Schornsteine müssen Lösungen gesucht werden, die das Erscheinungsbild nicht wesentlich beeinträchtigen“, so Stadträtin Boczek.