Anfangs täglich 250 Impfungen im Darmstadtium

Im Darmstadtium werden auch die Über-80-Jährigen aus dem Kreis Groß-Gerau geimpft.  Foto: Guido Schiek

Darmstadts Oberbürgermeister Partsch sieht Impfzentrum für den Start gut vorbereitet. In der Stadt gibt es 49 neue Corona-Fälle und drei Tote.

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DARMSTADT. Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) hat am Freitag bei einer Sitzung des Corona-Krisenstabs ein positives Fazit des Probebetriebs im Impfzentrum Darmstadtium gezogen. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis des letzten Testlaufs“, sagte er.

Bei dem Test waren am Donnerstag Mitarbeiter der Rettungsdienste gegen Corona geimpft worden und die Abläufe für den offiziellen Start am Dienstag, 19. Januar, optimiert worden. „Es ist alles sehr professionell gelaufen“, sagte Partsch. Man spüre auch deutlich die Motivation der Mitarbeiter, die nach den langen Vorbereitungen froh seien, dass es endlich losgehe. Man sei optimal vorbereitet für den Start.

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Nach Angaben der Impfzentrumsleitung lagen am Freitag für den 19. Januar 250 Anmeldungen zur Erstimpfung vor. Von Dienstag bis Freitag sollen zunächst täglich 250 Bürger geimpft werden. Am Samstag, 23. Januar, soll die Kapazität auf 500 Impfungen pro Tag steigen. Um dies sicherzustellen, werden die Öffnungszeiten auf 8 bis 18 Uhr erweitert. Das Land Hessen habe die Lieferung des notwendigen Impfstoffs zugesichert, hieß es. Am Sonntag. 17. Januar, starten außerdem die Zweitimpfungen in den ersten Heimen und Kliniken.

Inzidenz leicht gesunken

In Darmstadt gab es am Freitag nach Angaben des Gesundheitsamts 49 neue, bestätigte Coronafälle. Die Gesamtzahl der Infektionen stieg damit auf 3279. Zudem sind weitere drei Menschen, die an Covid-19 erkrankt waren, gestorben. Die Zahl der Toten erhöht sich auf 87. Die Inzidenz sank von 103 auf 101. Der Wert gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen an.

In den Kliniken sei die Situation weiter angespannt, hieß es. Sorge bereite die wachsende Zahl von Infektionen bei jüngeren Menschen. Im Klinikum werden derzeit 63 Corona-Patienten auf der Normal-, zwölf auf der Intensivstation behandelt, im Elisabethenstift sind es 29 beziehungsweise vier, im Alice-Hospital zehn auf der Normalstation und in den Kinderkliniken je ein Kind auf der Normal- und eines auf der Intensivstation.

Von Joachim Nieswandt