An IGS Sophie Sondhelm laufen Unterrichtsvorbereitungen

aus Coronavirus-Pandemie

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An der IGS Sophie Sondhelm können 270 Schüler der neunten, zehnten Klassen sowie der Oberstufe wieder zum Unterricht zurückkehren – allerdings mit Abstands- und Hygieneregeln.

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BAD KREUZNACH. Während die Masken-Diskussion gerade auf ihren Höhepunkt zusteuert und Malu Dreyer verkündet, dass es nun doch eine verordnete Maskenpflicht in Rheinland-Pfalz geben wird, laufen an der IGS Sophie Sondhelm die Unterrichtsvorbereitungen auf Hochtouren: Am Montag, 4. Mai, wird nach fünfwöchiger Corona-Pause der Schulbetrieb in den weiterführenden Schulen wiederaufgenommen. Auch an der IGS Sophie Sondhelm können rund 270 Schüler und Schülerinnen der neunten, zehnten Klassen sowie der Oberstufe wieder zum Unterricht in ihre Klassen zurückkehren – allerdings mit Abstands- und Hygieneregeln und Masken für den Schutz von Mund und Nase. „Das Wichtigste ist die physische Distanz und das Händewaschen“, sagt Schulleiter Dieter Koch-Schumacher, „ein Nasen-Mund-Schutz ist aus meiner Sicht nur unterstützend.“ Doch das Thema Maske ist lediglich ein Teil des detaillierten Hygiene- und Unterrichtsplans: Die Schüler der besagten Klassen durften am Mittwoch – endlich – ihr Unterrichtsmaterial abholen, das sie damals fluchtartig zurücklassen mussten, nachdem Mitte März der erste Verdachtsfall am Gymnasium am Römerkastell bekannt wurde und die benachbarten Schulen umgehend schlossen. „Die wichtigsten Unterlagen nehmen die Schüler und Schülerinnen jetzt mit nach Hause“, sagt Koch-Schumacher, denn der Unterricht von zu Hause wird zumindest für die neunten und zehnten Klassen fortgesetzt – im wöchentlichen Wechsel. Die Schüler einer Klasse werden dazu in zwei Gruppen aufgeteilt. Während Gruppe A im Präsenzunterricht an der Schule das jeweilige Thema übt, bekommt die andere Gruppe das Material mit nach Hause und bereitet selbiges Thema schon mal vor und umgekehrt. Die Gruppengröße im Klassenzimmer werde entsprechend klein sein, was laut Koch-Schumacher optimal ist. Es soll mehr Zeit für individuelle Nachfragen geben; Sportunterricht, AGs oder Praktika – alles muss bis auf Weiteres ausfallen. Insgesamt wird der Ganztags- auf den Halbtagsbetrieb umgestellt und der Stundenplan dazu verdichtet: Lernzeiten fallen raus, der Unterricht endet um 13.10 Uhr, um den Reinigungskräften ausreichend Zeit für die gestiegenen Anforderungen an die Hygiene zu geben. Die Schule biete aber ein Betreuungsangebot ohne Unterricht an. Die Mensa bleibt geschlossen.

Zu Hause wird weiter gelernt, wenn nötig. Und natürlich gibt es Hausaufgaben. Auch die Pausensituation, die Nutzung der Toiletten und der Schulausgänge sind geregelt: Die Klassenstufen treten ihre Pause um fünf Minuten zeitversetzt an, die neunte und zehnte und die Oberstufen nehmen jeweils einen eigenen Ein- und Ausgang ins Gebäude. Toiletten dürfen von maximal zwei Schülern besucht werden – mit Lehreraufsicht und Abstandsregelung vor den Türen, damit es zu keinen Grüppchentreffen kommt. Auch auf den Schulhöfen wird nach Klassen getrennt, die Terrains werden von der Schule festgelegt.

In den Regenpausen bleiben die Schüler in ihren Klassen – auf ihrem Platz. Immerhin ist das Spielfeld der gebotenen Disziplin auf den Westflügel begrenzt, im Ostflügel ist weiterhin die Notfallbetreuung vorgesehen. Um den nötigen Platz für diese Maßnahmen macht sich Koch-Schumacher keine Sorgen, das Schulareal sei groß. Aber: „Die Schüler werden Begrenzungen, was Freiheit, Abläufe und Bewegung betrifft, erleben“. Sich die Beine zu vertreten, das werde aber weiterhin möglich sein.

In der Klasse kehrt die IGS während der Pandemiezeit notgedrungen zurück zum Frontalunterricht. Dazu werden in den Räumen Linien auf den Fußboden geklebt und Tische umgestellt. Auch an den Gruppentischen in den Fluren der Schule darf jeweils nur noch ein Schüler sitzen. Den entscheidenden Hygieneplan des Schulträgers erwartet Koch-Schumacher Ende dieser Woche. Die ersten beiden Schulstunden werden sich nur um den strikten Hygieneplan drehen.