Bunt, frivol und kraftvoll: 3. Auflage von „tanzmainz“ im...

Insgesamt 18 Stücke werden beim Festival zu sehen  sein, darunter preisgekrönte Choreografien sowie sechs deutsche Erstaufführungen. Stellvertretend für den Tanzreigen Szenen aus „Die Schuld des Tages an der Nacht“, „Hocus Pocus“, „Forecasting“ und „North Korea Dance“(von links oben im Uhrzeigersinn). Fotos: tanzmainz/ Staatstheater Mainz

Bei der 3. Festivalauflage von „tanzmainz“ gastieren elf Tage lang internationale Ensembles im Staatstheater, zu sehen gibt es preisgekrönte Choreografien und Erstaufführungen.

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MAINZ. Langes Zögern ist bei diesem Festival nicht empfehlenswert – die Veranstaltungen sind schnell ausverkauft. „Das tanzmainz festival hat eine Euphorie ausgelöst, von der wir nicht zu träumen gewagt hätten“, sagt Theaterintendant Markus Müller bei der Vorstellung des Programms zu dessen dritter Auflage. Ihm ist es ein besonderes Anliegen, den Sponsoren seinen herzlichen Dank auszusprechen, ohne deren Unterstützung das Festival nicht stattfinden könne: Kulturfonds Peter Eckes, Mainzer Volksbank, Lotto Rheinland-Pfalz und Lotto-Stiftung Rheinland-Pfalz. Vom 27. März bis 6. April 2019 wird sich in sämtlichen Spielstätten des Staatstheaters wieder alles ums Tanzen drehen; elf Tage lang geben sich wieder zahlreiche internationale und preisgekrönte Choreografen ein Stelldichein in Mainz. „tanzmainz“ -Direktor Honne Dohrmann hat wie immer die Crème de la Crème der Szene eingeladen, um den Mainzern ein möglichst abwechslungsreiches Programm anzubieten.

Programm bietet sechs deutsche Erstaufführungen

Das bunte Potpourri wurde bereits in einem Trailer zusammengeschnitten und lässt erahnen, dass das Festival auch in seiner dritten Ausgabe wieder spektakulär wird: 18 Stücke von Choreografen aus Großbritannien, Kanada, Taiwan, Belgien, Frankreich, Brasilien, Südkorea, Ungarn, Südafrika und aus der Schweiz stehen auf dem Plan, darunter sechs deutsche Erstaufführungen.

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Ein Highlight ist der Auftritt der kanadischen Tanzikone Louise Lecavalier, die am Eröffnungsabend gemeinsam mit Robert Abubo „Battleground“ aufführt. „Sie ist wirklich irre“, erzählt Dohrmann und schwärmt von der „unglaublichen Technik und grenzensprengenden Energie“ der inzwischen 60-jährigen Vorreiterin des zeitgenössischen Tanzes.

Sehr besonders klingt auch die Entstehungsgeschichte der Choreografie „Dancing Grandmothers“ der Südkoreanerin Eun-Me Ahn. Sie ließ Frauen zwischen 60 und über 90 Jahren vor ihrer Kamera tanzen und schuf daraus ein „Bühnenereignis, das mit vielen Konventionen bricht – sehr atmosphärisch, bunt und voller Power“, so Dohrmanns enthusiastische Beschreibung. Wer sich bei all den modernen, verrückten und unkonventionellen Performances endlich wieder klassisches Ballett mit Spitzentanz wünscht, sollte den Abschlussabend nicht verpassen: Inspiriert von Sergei Rachmaninoff und Wassily Kandinsky fügt die São Paulo Dance Company aus Brasilien Musik, Tanz und Bilder zu einem Gesamtkunstwerk zusammen.

Rund um die Tanzaufführungen gibt es wieder ein üppiges Rahmenprogramm, unter anderem ein Tanztraining für Nichttänzer*innen 50plus, Publikumsgespräche, Partys und eine „Physical Reflection“.