Schröder trifft #53 – Anna Lührmann, Politikerin und Politologin

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In seinem Interview-Podcast trifft VRM-Chefredakteur Stefan Schröder spannende Gesprächspartner. Foto: VRM

Mit 19 Jahren sitzt Anna Lührmann im Bundestag. Später lebt sie im Sudan. Im Podcast spricht Stefan Schröder mit der Hofheimerin darüber, warum sie jetzt wieder kandidiert.

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WIESBADEN. Diesen Titel wird ihr so bald keiner oder keine streitig machen: Jüngste Bundestagsabgeordnete aller Zeiten. Anna Lührmann war 2002 19 Jahre alt, als sie für die Grünen in den Bundestag einzog. Ihr Kontrahent im Main-Taunus-Kreis hieß Heinz Riesenhuber (damals 76). Wer aber glaubt, die zwei Legislaturperioden in Berlin seien das Aufregendste im Leben der Hofheimerin gewesen, der irrt. Die Mutter einer Tochter zog 2009 mit ihrem Mann in den Sudan, berichtet sie im Podcast „Schröder trifft“. Ihr Mann wurde nämlich deutscher Botschafter in Chartum, sie studierte dort an einer Universität mit 5000 Frauen. Da habe sie einige Vorurteile gegenüber Musliminnen abgebaut.

Zurückgekehrt nach Berlin hat Lührmann in Politologie promoviert, einige Jahre später ging es nach Göteborg ans V-Dem-Institut. Dort veröffentlichte die Juniorprofessorin eine Studie über den Grad der Demokratie in Ländern der Welt. Das war so aufsehenerregend, dass die Washington Post und der Guardian darüber berichteten. Weder das Klima in Schweden noch in Afrika hat sie gemocht. Nach Hofheim kommt sie jetzt wieder, weil sie im Rheingau-Taunus-Kreis für den Bundestag kandidiert - auf einem höchstaussichtsreichen Listenplatz Nr. 5. Heißt es also im September 2021: Bundestag reloaded?

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Von Stefan Schröder