„Rund um den Jägersburger Wald“ macht Lust auf mehr

Organisator Luc Dieteren beglückwünscht Dario Rapps, den Sieger des Eliterennens der Männer in Einhausen. Foto: Pfliegensdörfer

Noch während das abschließende Bundesliga-Radrennen in Einhausen läuft, begannen die Planungen für die nächste Auflage.

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EINHAUSEN. Die Zeichen waren klar. Noch während das abschließende Radrennen bei „Rund um den Jägersburger Wald“ lief, begannen die Planungen für die nächste Auflage. „Wir haben uns bereits ausgetauscht“, sagte Luc Dieteren. Der Vorsitzende des Fördervereins Radsport Hessische Bergstraße hatte das Rennen mit Start und Ziel in Einhausen quasi wiederbelebt. Der Zuspruch, den der Bensheimer am Sonntag erhielt, bestätigt ihn in seinem Streben. Und auch darin, dass es weitergeht mit dem Frühjahrsklassiker (erstmals 1974 ausgetragen) für die Rad-Amateure. Schließlich hat er Lust auf mehr bekommen.

Vor allem eins war Dieteren wichtig. „Wir haben mit vielen gesprochen. Extern. Intern. Und besonders das Lob von Teilnehmern und dem Bund Deutscher Radfahrer war uns wichtig – das haben wir bekommen“, sagte der Gesamtleiter des Rennens. Und dies nicht ohne Stolz. Immerhin hatten er und seine Helfer von der SSG Bensheim elf Rennen abgewickelt, über 600 Teilnehmer waren am Start. Ein Mammutprogramm, bei dem zwangsläufig nicht alles reibungslos verlief.

So kamen sich zum Beispiel die Rennen der U 17 und der U 19 in die Quere, weil der ältere Jahrgang die elf Kilometer lange Runde mit einem Schnitt von über 46 Stundenkilometern absolvierte. „Natürlich haben wir hochgerechnet und kalkuliert“, sagte Dieteren: „Aber, dass die so schnell fahren ...“ Es gab eine einfache Lösung: Die U 17 fuhr rechts ran, die U 19 durfte links überholen. Das Programm um das ein oder andere Rennen zu reduzieren steht für den Bensheimer dennoch nicht infrage: „Die Idee ist, allen Klassen die Chance auf Rennen zu geben – daran halten wir fest.“

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Dopingfahndern passt der Kontrollraum nicht

Nichtsdestotrotz wird es Veränderungen und Korrekturen geben. Das kündigte Dieteren schon an. Dafür dienen die Erfahrungswerte, die er und sein Team gesammelt haben – etwa für ausreichend Duschmöglichkeiten zu sorgen. Und, dass der Anti-Dopingagentur Nada nicht jede Gegebenheit zusagt. So habe den Dopingfahndern der zur Verfügung gestellte Kontrollraum nicht gepasst, weil den Sportlern zu wenig Privatsphäre zustand. Und ein möglicher Ersatzraum sei zu weit entfernt gewesen. So reiste die Nada unverrichteter Dinge ohne Tests wieder ab. „Da kam ein bisschen Hektik auf. Aber auch daraus lernen wir“, meinte der Rennleiter.

Gedanken macht sich Dieteren („Es gibt andere Möglichkeiten“) auch darüber, Start und Ziel innerhalb von Einhausen zu verlegen – auch um die Anwohner zu entlasten. „Jede Kleinigkeit hilft schon“, sagte der Bensheimer. Vielleicht auch, um mehr Zuschauer anzulocken. Denn es hätten gerne mehr sein dürfen, wie Dieteren gestand. „Ja“, sagte er: „Da müssen wir den nächsten Schritt machen, attraktiver werden. Vielleicht mit einem Rahmenprogramm.“ Schließlich soll alles passen bei „Rund um den Jägersburger Wald“.

Für die Protagonisten war das offenbar schon am Sonntag der Fall – das Fazit fiel positiv aus. „Es ist sehr gut organisiert. Wir haben schon ganz anderes erlebt“, sagte zum Beispiel der Regensburger Linus Rosner, Sieger im Bundesliga-Rennen der U 19. Beate Zanner (Gera), Gesamtsiegerin der vergangenen zwei Jahre und Gewinnerin beim Bundesliga-Auftakt der Frauen, ergänzte: „Alles top – die Veranstalter hier haben sich sehr viel Mühe gegeben.“ Die Rennfahrer waren also zufrieden. Und das war das wichtigste Zeichen für Luc Dieteren.