LEICHTATHLETIK Starter vom TV Trebur gewinnt erneut bei...

Auf die Plätze, fertig, los hieß es zum Abschluss der Rüsselsheimer Lindensee-Laufserie. Gesamsieger Sebastian Hauf ist hier mit der Startnummer 236 (rechts) zu erkennen.Foto: Vollformat/André Dziemballa  Foto: Vollformat/André Dziemballa

Mit einer halben Minute Vorsprung überquerte Sebastian Hauf vom TV Trebur freudestrahlend als Erster die Ziellinie an der Albrecht-Dürer-Schule und entschied wie schon im...

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RÜSSELSHEIM. Mit einer halben Minute Vorsprung überquerte Sebastian Hauf vom TV Trebur freudestrahlend als Erster die Ziellinie an der Albrecht-Dürer-Schule und entschied wie schon im Vorjahr die Lindensee-Laufserie in Rüsselsheim für sich. Beim dritten und letzten Durchgang des traditionsreichen Wettbewerbes, der seine 36. Auflage erlebte, konnten sich die Verantwortlichen des LC Rüsselsheim neben guten Wetterbedingungen vor allem über ein Teilnehmerfeld von knapp 380 Startern freuen.

Hatte Hauf im Oktober beim ersten Durchgang nach zehn Kilometern noch gleichauf mit Raphael Schmitt gelegen und holte dann im November beim zweiten Teil über 15 km eine halbe Minute Vorsprung heraus, setzte sich der 25 Jahre alte Geinsheimer diesmal von seinem Trainings- und Vereinskollegen „nach sieben Kilometern“ ab, wie Schmitt im Ziel berichtete. Am Ende fehlten ihm in 34:44 Minuten 33 Sekunden auf Hauf, der in 34:11 den Sieg davontrug. Über die Titelverteidigung seines Freundes freute sich Schmitt aber genauso wie über seinen zweiten Platz.

„Das war ein guter Trainingseinstieg“, zeigte sich Hauf mit seiner Leistung kurz nach der Rückkehr aus dem Urlaub zufrieden. In diesem Jahr will er den Fokus nun ganz aufs Laufen legen. Nach einer längeren Pause, in Folge eines Ermüdungsbruchs Mitte 2017, war der langjährige Fußballer des SV Geinsheim nicht wieder eingestiegen. Und hat das jetzt auch in der Rückrunde nicht mehr vor, wie er bekundete.

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Zählt für Hauf der Lindenseelauf mittlerweile fest zum Terminplan, ist dies bei Raphael Schmitt schon seit vielen Jahren der Fall: „Das liegt vor der Haustür, ist gut organisiert und hat eine familiäre Atmosphäre.“

Das Gleiche gilt für Thomas Kröll. Der erfolgreiche Triathlet der TG Rüsselsheim, auf Platz sieben in 37:00 Minuten erneut unter den Top Ten und am Ende Sieger in der M 50 sowie Fünfter in der Serienwertung, nimmt in seinem Wohnort schon bald 20 Jahre lang beim Wettbewerb des LC Rüsselsheim die Gelegenheit zu einem 10- und 15 km-Lauf wahr. Seine Leidenschaft gilt allerdings weiter dem Triathlon. Hatte er hier 2017 nach drei starken Teilnahmen bei der Challenge in Roth eine Pause auf der Langdistanz eingelegt, will Kröll im Sommer „mal wieder beim Ironman in Frankfurt starten“.

Anette Neiß als Dritte beste Kreisläuferin

Bei den Frauen hat Alexandra Rechel vom ASC Darmstadt den dritten Durchgang in 38:41 Minuten für sich entschieden, womit sie einen beeindruckenden 16. Platz im Gesamtklassement der insgesamt 292 Starter über zehn Kilometer belegte. Drittbeste Frau wurde mit Annette Neiß von TuS Rüsselsheim eine Teilnehmerin aus dem Kreis (45:36/2. W 45). Die Königstädterin hatte nach einem Ermüdungsbruch im August sieben Wochen Pause machen müssen und nahm daher nicht an den ersten beiden Durchgängen teil. Beim Silvesterlauf in Griesheim wieder ins Wettkampfgeschehen einsteigend, sieht sich Neiß zwar erst „bei 60, 70 Prozent“. Doch wirkte die Siebenundvierzigjährige am Samstag sichtlich zufrieden: „Es lief gut.“

Auch bei den Verantwortlichen des ausrichtenden LC Rüsselsheim herrschte große Zufriedenheit. „Fast 380 Teilnehmer: Das ist ein guter Wert“, hielt Jürgen Brüstle beim Erstellen der Ergebnislisten positiv fest. Das sah sein Orgateam-Kollege Harald Mundt genauso: „Letzes Jahr hatten wir im Januar nur 275 Starter.“

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„Wir hatten aber auch wieder Glück mit dem Wetter“, hob Peter Schmit hervor. So konnte sich der LC-Vorsitzende mit dem Organisationsteam und den rund 60 Helfern über einen reibungslosen Ablauf freuen.

Auch die geänderte Streckenführung wegen der Schließung der Stockstraße bereitete bis auf kurze Engpässe beim Aufeinandertreffen des 5- und 10 km-Feldes keine Probleme, wie LC-Pressewart Uwe Bernd erklärte. Manchen gefiel die neue Route sogar so gut, dass sie einen Tipp für die Verantwortlichen parat hatten: Die Streckenführung 2019 so zu belassen.

Von Gabi Wesp-Lange