Jürgen Zehnders einsames Rennen

Sommerwetter, kein Gewitter, gute Strecke, reibungsloser Ablauf – aber sinkende Teilnehmerzahlen: Der TSV Wolfskehlen hätte sich bei der bereits 34. Auflage seines...

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WOLFSKEHLEN. Sommerwetter, kein Gewitter, gute Strecke, reibungsloser Ablauf – aber sinkende Teilnehmerzahlen: Der TSV Wolfskehlen hätte sich bei der bereits 34. Auflage seines traditionsreichen Straßenlaufes mehr als 232 Teilnehmer gewünscht. Erklärten sich die nur rund 230 Starter im vergangenen Jahr noch mit Regenwetter, weiß Abteilungsleiter Helge Kleinböhl diesmal nicht recht einzuschätzen, warum die Resonanz weit unter der 300er-Marke der Vorjahre blieb. „Man kann das schlecht an etwas Konkretem festmachen. Was uns aber vor allem Konkurrenz macht, sind die Firmenläufe.“

Die schnellen Treburer und Rüsselsheimer fehlen

Auch habe am Freitag die „Breite in der Spitze“ gefehlt. Die schnellen Athleten aus Rüsselsheim und Trebur waren nicht am Start. So lief Jürgen Zehnder aus Crumstadt (M40), der wie gewohnt für den TSV Pfungstadt gemeldet hatte, ein einsames Rennen. Auch wenn ihm das warme Wetter mit hohen Temperaturen von 27, 28 Grad um 19 Uhr überhaupt nicht lag, gab er mit 35:13 Minuten dem zweitplatzierten Christian Albert (36:22) deutlich das Nachsehen.

Zweitbester aus dem Kreis war Jörg Rendel von der LG Rüsselsheim in 39:06 Minuten auf Rang sieben (3. M40). Unter den nur 117 Finishern des 10 km-Laufes, der wie gewohnt in zwei Runden ums Wolfskehler Stadion führte, folgte der junge Dominic Feldmann von der LG BEC auf Rang zwölf und wurde in 40:29 Minuten Sieger im Hauptfeld der Männer.

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Sein Vereinskollege Peter Partes kam auf Platz 32 (3. M55). Direkt hinter ihm lief Marcel Springer von der SKV Mörfelden im Ziel ein (45:33/2. Männer). Schnellste Frau aus dem Kreis wurde Heike Schulze von der LG Rüsselsheim in 48:39 Miunten auf Rang 54 (2. W55). Zum wiederholten Male wurde die Kreismeisterschaftswertung in den 10 km-Lauf integriert. Doch gab es hier kaum mehr als 20 Teilnehmer. Auch hier ist die Tendenz rückläufig.

Klink läuft erst seit Ende März wieder

Weniger als Platzierung und Zeit zählte unterdessen bei Ralf Klink vom TSV Goddelau (55:50/Platz 88/9. M50) die Teilnahme an sich. „Nach einer Knie-OP und sechs Wochen an Krücken habe ich erst Ende März wieder mit dem Laufen anfangen können“, berichtete der Langstreckenspezialist. Noch „unrund“ unterwegs, wollte er sich aber seinen 32. Start beim 34. Wolfskehler Straßenlauf nicht nehmen lassen – „auch wenn es sicher angenehmeres Laufwetter als bei knapp 30 Grad gibt“, merkte der 51-Jährige augenzwinkernd an.

Harald Mundt schon zum 25. Mal am Start

Keine Probleme mit der hohen Temperatur hatte indes Harald Mundt (1:04:39/Platz 110/2. M75). Dem 74 Jahre alten Routinier der LG Rüsselsheim, erstmals in der M75 startend, war es „nicht zu heiß“ am Freitag. Den Winter über „mit gesundheitlichen Problemen“ kämpfend, freute er sich, dabei sein zu können. Und mit seinem 25. Start beim Wolfskehler Straßenlauf ein Jubiläum zu feiern. „Der Verein ist mir sehr sympathisch“, betont Mundt.

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Von Gabi Wesp-Lange