Im Youngster Cup läuft’s für David Will

(bac/ dpa/red). In den Hauptprüfungen beim Deutschen Spring- und Dressur-Derby in Hamburg lief es für David Will nicht sonderlich rund. Dafür prägte der Berufsreiter aus...

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PFUNGSTADT/HAMBURG. (bac/ dpa/red). In den Hauptprüfungen beim Deutschen Spring- und Dressur-Derby in Hamburg lief es für David Will nicht sonderlich rund. Dafür prägte der Berufsreiter aus Pfungstadt den Youngster Cup in der Hansestadt. Zum ersten Mal in der Saison 2017 traf sich die internationale Reiterelite mit ihren Nachwuchshoffnungen im Freigelände und prompt sicherte sich Will mit „Casco“ den Sieg in der Zwei-Phasen-Springprüfung. Mit dem achtjährigen Holsteiner Wallach verwies Will im Finale der Hamburger Etappe Lokalmatadorin Janne Friederike Meyer-Zimmermann mit „Büttner’s Minimax“ auf Platz zwei.

Bald gemeinsame Sache mit Andreas Kreuzer

Ein Siegertyp sei „Casco“ ohne Zweifel, attestierte David Will dem Wallach, „aber er kann zu Hause ein echter Spitzbub sein“, schmunzelt der 29-Jährige. „Er lässt sich eigentlich täglich irgendeinen Quatsch einfallen. Aber wenn er auf den Turnierplatz kommt und ich in den Parcours einreite, ist er hoch konzentriert, will alles richtig machen und macht mir das Leben wirklich leicht.“ Für den Rest der Saison ist ein Mix aus weiteren Starts in der Youngster-Tour, aber auch schon erste Einsätze bei den älteren Pferden geplant: „So soll er dieses Jahr in Ruhe in den Sport hineinwachsen, damit wir 2018 voll durchstarten können“, so der Pfungstädter.

Mit „Cento du Rouet“ konnte sich Will in beiden Qualifikationen für das Hamburger Derby platzieren – einmal als Achter und einmal als Zwölfter. Im 88. Deutschen Spring-Derby am Sonntag schied Will dann aber im 1230 Meter langen Parcours mit seinen 17 Naturhindernissen aus. Dafür sorgte ein für Slowenien startender, gebürtiger Argentinier mit Wohnsitz in Soltau für die Überraschung. Pato Muente setzte sich im Stechen des mit 120 000 Euro dotierten Klassikers auf der zehnjährigen Stute „Zera“ durch. „Es ist ein Traum für mich in Erfüllung gegangen“, sagte der 43-Jährige. Vor etwa 25 000 Zuschauern in Klein Flottbek blieb er mit „Zera“ im entscheidenden Durchgang als einziger ohne Abwurf.

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Für Will, der seit 2008 dem Pfungstädter Team von Dietmar Gugler angehört, dürfte sich bald einiges ändern. Der gebürtige Bayer will sich mit dem Deutschen Meister Andreas Kreuzer (26/Herford), der zuvor für die Ställe von Paul Schockemöhle und Otto Becker geritten hat, zusammentun. Beide gehören seit Jahren zu Deutschlands besten Springreitern. Dass sie ein gutes Team sind, haben sie sportlich schon bewiesen. Im vergangenen Jahr haben sie sich als Team Cascais Charms den Sieg bei der Global Champions League in Schanghai gesichert. David Will ist seit zehn Jahren im Stall des ehemaligen Nachwuchs-Bundestrainers Dietmar Gugler tätig und schwärmt von dieser Zeit: „Bei Dietmar habe ich von der Pike auf alles gelernt“, betont Will. „Das war und ist eine geniale Zeit. Aber ich freue mich jetzt auch darauf, in Zukunft mit Andreas zu arbeiten.“ Derzeit suche das Duo noch einen geeigneten Standort für seinen Stall.