ESA-Satellitenbild der Woche: Queensland

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Sedimente strömen ins Meer vor der Küste Queenslands. Foto: ESA

Das ESA-Satellitenbild der Woche zeigt Queensland, ein Bundesstaat im Nordosten Australiens. Queensland wurde Anfang 2019 Opfer von sintflutartigen Regenfällen.

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DARMSTADT. Die Kopernikus Sentinel-2-Mission führt uns über Australiens nordöstlichen Bundesstaat Queensland, wo eine große Menge an Sedimenten sichtbar ist, die in die Korallensee, nahe der Lagune des Great Barrier Reef, strömen.

In vielen Gebieten in Queensland regnete es Anfang 2019 in weniger als einer Woche mehr als sonst in einem ganzen Jahr. Der Regenguss führte zu Schäden im Wert von mehreren Millionen Dollar, darunter die Zerstörung von Häusern und der Verlust von fast 500.000 Rindern.

Dieses Bild wurde einige Tage nach dem sintflutartigen Regen aufgenommen und zeigt das schlammartige Wasser, das vom Burdekin River in das Korallenmeer fließt.

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Der Burdekin River entspringt an den Nordhängen des Boulder Mountain und fließt fast 900 Kilometer, bevor er in das Korallenmeer mündet. Der Burdekin River ist einer der größeren Flüsse Australiens, gemessen am Abflussvolumen, und trägt wesentlich zu Sedimenten und Süßwasser in der Great Barrier Reef Lagune bei.

Das Great Barrier Reef, das größte Korallenriff der Welt, erstreckt sich über 2.000 Kilometer entlang der Nordostküste Australiens und umfasst fast 350.000 Quadratkilometer. Das Riff ist ein vernetztes System von etwa 3.000 Riffen und 900 Koralleninseln, die durch schmale Passagen getrennt sind. Das Riff, ein wichtiges Gebiet der biologischen Vielfalt, wurde 1981 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.

Die sandfarbene Sedimentfahne erstreckt sich über 35 Kilometer von der Küste entfernt, gefährlich nahe dem lebendigen türkisfarbenen Riff. Das Blau der Korallen kontrastiert mit dem dunklen Wasser des Korallenmeeres.

Das Riff erleidet regelmäßig Schäden, mehr als die Hälfte des Riffes ist in den letzten 30 Jahren aufgrund von Klimawandel, Korallenbleiche und Verschmutzung verschwunden. Große Mengen an Sedimenten, die aus Flüssen abfließen, enthalten Chemikalien und Düngemittel aus Binnenlandbetrieben. Das Sediment bedeckt die Koralle, reduziert die Lichtmenge und verursacht schädliche Algenblüten.

Die Daten von Kopernikus Sentinel-2 spielen eine Schlüsselrolle bei der Bereitstellung von Informationen über die Verschmutzung von Seen und Küstengewässern. Auch für die Überwachung von Überschwemmungen ist eine regelmäßige Berichterstattung unerlässlich.

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Von esa/jei