ESA-Satellitenbild der Woche: Ärmelkanal

aus ESA-Special

Thema folgen
Rund 400 Schiffe fahren täglich durch den Ärmelkanal. Foto: esa

Unser ESA-Satellitenbild der Woche zeigt uns den regen Seeverkehr durch den Ärmelkanal, welcher den Atlantik mit der Nordsee verbindet.

Anzeige

DARMSTADT. Die beiden Satelliten tragen Radarinstrumente, die durch Wolken und Regen hindurchsehen und in der Dunkelheit die Erdoberfläche darunter abbilden können. Hier wurden Hunderte von Radarbildern, die sich von 2016 bis 2018 über den gleichen Bereich erstrecken, zu einem einzigen Bild komprimiert.

Die Meeresoberfläche reflektiert das Radarsignal vom Satelliten weg und lässt das Wasser im Bild dunkel erscheinen. Dies steht im Gegensatz zu Metallobjekten, in diesem Fall Schiffen, die als helle Punkte im dunklen Wasser erscheinen. Boote, die 2016 den Ärmelkanal passierten, erscheinen in Blau, die von 2017 in Grün und die von 2018 in Rot. Aufgrund seiner Enge sowie der strategischen Verbindung von Atlantik und Nordsee ist der Kanal sehr stark mit Ost-West-Schiffsverkehren belastet. Aufgrund des Volumens der täglich durchfahrenden Schiffe wird ein zweispuriges System verwendet, um Kollisionen zu vermeiden. Die beiden Spuren sind im Bild leicht zu erkennen.

Viele Schiffe, die den engsten Teil des Ärmelkanals überqueren, sind ganz rechts im Bild zu sehen. Die Straße von Dover, die Dover in England mit Calais in Nordfrankreich verbindet, ist eine weitere wichtige Strecke, auf der täglich mehr als 400 Schiffe verkehren. Die kürzeste Entfernung über den Kanal beträgt nur 33 Kilometer, sodass man an klaren Tagen die gegenüberliegende Küstenlinie sehen kann. Die Städte London und Paris, andere Städte und Gebäude und sogar Windkraftanlagen im Ärmelkanal sind aufgrund der starken Reflexion des Radarsignals in Weiß sichtbar.

Anzeige

Von esa/alde