Bundesmann ungeschlagen weiter

In starker Form: Anne Bundesmann vom TSV Langstadt erreichte in Bamberg ungeschlagen die Endrunde. Foto: Marco Steinbrenner   Foto: Marco Steinbrenner

Timo Boll geht bei den 85. Deutschen Tischtennis-Meisterschaften in Bamberg als Topfavorit an den Start. Der Südhesse in Diensten von Borussia Düsseldorf ist für die an...

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BAMBERG. Timo Boll geht bei den 85. Deutschen Tischtennis-Meisterschaften in Bamberg als Topfavorit an den Start. Der Südhesse in Diensten von Borussia Düsseldorf ist für die an diesem Samstag beginnende Einzel-Endrunde nun doch an Position eins gesetzt worden, da sein größter Konkurrent, Dimitrij Ovtcharov (Fakel Orenburg), kurzfristig verletzungsbedingt absagte. Boll steht damit vor dem Gewinn seines elften nationalen Titels. Erste Hürde auf dem Weg zum Triumph ist Jochen Schmitt (TTV Stadtallendorf), der sich überraschend als Gruppenzweiter für das 32-köpfige Hauptfeld qualifizierte. Boll und Schmitt trennen 533 Ranglistenpunkte.

Für die Damen-Endrunde haben sich mit Anne Bundesmann und Janina Kämmerer zwei Spielerinnen des Zweitligisten TSV Langstadt qualifiziert. Bundesmann bekommt es nun mit Yvonne Kaiser vom Erstligisten TTV Hövelhof zu tun, während sich Kämmerer gegen die amtierende U21-Europameisterin Chantal Mantz (TTC Berlin) in der klaren Außenseiterrolle befindet. Kurios: Bei einem Sieg würden die Langstädterinnen, die im Doppel miteinander starten, im Viertelfinale aufeinandertreffen.

Anne Bundesmann war nach ihrem Gruppensieg rundum zufrieden. „Ich habe richtig gut gespielt“, strahlte die 18-Jährige. Nach einem souveränen 3:0-Erfolg gegen Ann-Katrin Ziegler (TTG Süßen) zeigte die Langstädterin keine Nerven und behauptete sich sowohl gegen Linda Renner (Alemania Riestedt) als auch in der entscheidenden Partie um den Gruppensieg gegen Eva-Maria Maier vom Liga-Konkurrenten TSV Schwabhausen in fünf Durchgängen. „Ich habe häufig Rückstände aufgeholt und mich in knappen Spielsituationen immer wieder fokussiert.“

Mit zwei Siegen und einer Niederlage meisterte Janina Kämmerer die Gruppenphase als Zweite, doch die Freude hielt sich in Grenzen. „Ich habe in allen drei Begegnungen schlecht gespielt“, sagte Kämmerer. Trotzdem reichte es zu ungefährdeten Siegen gegen Huong Do Thi (Leutzscher Füchse/3:1) und Svenja Horlebein (TV Hofstetten/3:0). Im Kampf um Platz eins unterlag Kämmerer jedoch gegen Miriam Jongen (SV Holzbüttgen) in drei Sätzen. „Zum Abschluss habe ich mein schlechtestes Spiel gemacht.“

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Vorzeitiges Aus für Sonja Busemann

Mit nur einem Erfolg in der letzten Vorrundenpartie gegen Wenna Tu (NSU Neckarsulm) verabschiedete sich Klubkollegin Sonja Busemann überraschend schon nach der Vorrunde. Zuvor hatte es deutliche Niederlagen gegen Maria Shiiba (MTV Tostedt) und Annika Feltens (TTC Mülheim-Urmitz) gegeben.